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Ascorbinsäure (Vitamin C)

Steckbrief

Ascorbinsäure stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und ist wichtig für Zähne, Zahnfleisch, Knochen und Bindegewebe. Zusätzlich hat es antioxidative Wirkung und ist mit den Vitaminen A und E sowie Selen Bestandteil des Zellschutzkomplexes.

Was sind freie Radikale?

Natürliches Vorkommen
z.B. in Zitrusfrüchten, schwarzen Johannisbeeren, Hagebutten, Paprika, Kiwi, Sanddorn und Kartoffeln.

Tipp: Hohe Kochverluste bei Salzkartoffeln, weil Vitamin C wasserlöslich ist. Pellkartoffeln sind günstiger!
Besonders wichtig für die Generation über 50 Jahren und auch für Diabetiker!

Spezifische Mangelsymptome: Skorbut.

Unspezifische Mangelsymptome: Infektanfälligkeit, Gingivitis (Zahnfleischentzündung), verzögerte Wundheilung durch Störung der Collagensynthese.

Biochemische Funktion: Mitwirkung an Hydroxylierungsreaktionen und O-Methylierungen, Fe3- Reduktion, Wirkung auf das Immunsystem.

Dosierung: Normale Tagesdosis 75 mg, Schwangere und Stillende 30% bis 60 % zusätzlich. Die Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich 100 mg. 
Zum Schutz vor Erkältungskrankheiten werden Tagesdosen von 500 bis 1000 mg empfohlen.

Unsichere Bedarfsdeckung bei Rauchern!

Fertigarzneimittel: Cebion ®, Cetebe®.

 

 

Welche Funktionen hat Vitamin C in unserem Körper?

Vitamin C- wichtig für das Abwehrsystem unseres Körpers

Bei Erkältungskrankheiten kommt es durch die Bildung von Antikörpern und die Abtötung von Bakterien zu einem Abfall des Vitamin-C-Gehalts in den weißen Blutkörperchen von 50%. Durch die Einnahme von Vitamin C kann die Resistenz gegen Infektionskrankheiten optimiert werden.
Kontrollierte Studien haben die Wirkung von Vitamin C auf die Symptome von Erkältungskrankheiten nachgewiesen. Danach profitieren Kinder von der regelmäßigen Vitamin C- Einnahme am meisten.
Nach den Ergebnissen  Studien reduziert 1 Gramm Vitamin C pro Tag die Dauer der Erkältung bei Erwachsenen um durchschnittlich 6 Prozent, bei Kindern verkürzten zwei Gramm Ascorbinsäure pro Tag die Dauer der Erkältung sogar um ein Viertel.
Vitamin C und Acetylsalicylsäure (Aspirin) wirken synergistisch, d.h. sie verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung.

Vitamin C ist wichtig für das Binde- und Stützgewebe.

Eine der wichtigsten Funktionen von Vitamin C ist die Mitwirkung an der Kollagenherstellung. Kollagen kommt fast überall im Körper vor, in Gelenken, Haut und Knochen. Insbesondere bei der Wundheilung und Knochenbrüchen wird Kollagen benötigt. Ohne Vitamin C läuft die Kollagensynthese nicht optimal.

Vitamin C ist wichtig für die Aufrechterhaltung der Muskulatur.

Die Hauptenergiequelle, damit die Muskulatur arbeiten kann, sind die Fettsäuren. Für deren Transport wird Carnithin benötigt, für dessen Produktion Vitamin C notwendig ist. Wer sportlich aktiv sein möchte, sollte ausreichend mit Vitamin C versorgt sein.

Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme.

Um Eisen aus pflanzlicher Nahrung besser aufnehmen zu können, sollte gleichzeitig Vitamin C zugeführt werden. Denn Vitamin C kann das dreiwertige Eisen pflanzlicher Herkunft in zweiwertiges umwandeln, das im Dünndarm weitaus besser resorbiert wird. Vegetarier sollten deshalb auf ausreichend Vitamin C achten.

Vitamin C als Antioxidanz

Durch alltägliche Belastung entstehen im Körper zellschädigende freie Radikale. Um diese zu eliminieren benötigt der Körper Antioxidantien wie Vitamin C. Bei einer Unterversorgung mit Vitamin C kann die Überzahl freier Radikale die Gefäße angreifen.

Vitamin C schützt das Auge von innen.

Vitamin C neutralisiert die im Auge durch das Sonnenlicht entstehenden freien Radikale und verhindert somit die Schädigung der empfindlichen Linsenproteine. Da diese ein Leben lang halten müssen, ist der Schutz vor UV-Strahlung und die ausreichende Zufuhr von Vitamin C sehr wichtig.

Vitamin C bei Stress

Bei Stress- Situationen werden vom Körper neben der Erhöhung des Blutdrucks vermehrt die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, an deren Bildung Vitamin C unmittelbar beteiligt ist. Steht nicht genügend Vitamin C zur Verfügung, ist der Körper schlechter in der Lage, den Stress zu verarbeiten. Den Stress abbauen kann Vitamin C natürlich nicht, aber es kann helfen, ihn besser zu bewältigen.

Vitamin C hilft beim Entgiften

Viele Medikamente werden in der Leber abgebaut bzw. entgiftet. Vitamin C unterstützt die dabei benötigten Enzyme und inaktiviert die entstehenden Radikale. Es bindet zudem toxische Metalle wie Blei und erleichtert deren Ausscheidung.
Außerdem verhindert Vitamin C die Bildung krebserregender Nitrosamine, die bei der Umwandlung von mit der Nahrung aufgenommenen Nitraten zu Nitrit entstehen. Wer auf nitratreiche (z.B. gepökelte) Mahlzeiten nicht verzichten will, sollte für ausreichend Vitamin C sorgen.

 

Wann hat man einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 100mg Vitamin C für Erwachsene. 
Ein erhöhter Bedarf besteht jedoch in folgenden Fällen:

 

 Infektionskrankheiten
Vitamin C unterstützt vorbeugend unser Immunsystem. Ist trotzdem ein Infekt eingetreten, reduziert es die Erkältungsdauer und lindert die Symptome.
 Chronische Erkrankungen wie z.B. Asthma
Vitamin C hilft dem Organismus, mit chronischen Erkrankungen besser fertig zu werden. Hochdosiert verbessert es z.B. bei Asthma die Lungenfunktion. Häufigkeit und Stärke von Asthmaanfällen können reduziert werden.
 Stress
Vitamin C ist unmittelbar an der Bildung von Stresshormonen beteiligt. Ausreichend Vitamin C hilft dem Körper, Stress besser zu verarbeiten.
 Diabetes mellitus
An Diabetes mellitus erkrankte Personen brauchen fast doppelt so viel Vitamin C. Nur dann erreichen sie die gleich Vitamin-C-Blutkonzentration.
  Unausgewogener Ernährung
Unser Körper benötigt fünf mal am Tag frisches Obst oder Gemüse. Da dies für die meisten Menschen kaum umsetzbar ist, kann es zu einer Unterversorgung von Vitamin C kommen.
 Körperlicher Belastung durch Arbeit oder Sport
Bei Hochleistungen wächst mit dem Stoffwechsel auch der Vitamin-C-Bedarf. Vitamin C unterstützt nachhaltig die Versorgung und Regeneration von Muskulatur und Bindegewebe.
  Wundheilung
Für den Heilungsprozess braucht der Körper verstärkt das Vitamin-C-abhängige Kollagen. Nach Operationen oder Knochenbrüchen ist eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung wichtig.
  Nikotinkonsum
Über Zigarettenrauch gelangen in großem Maße Schadstoffe in unseren Körper. Vitamin C hat die Fähigkeit, einige dieser Substanzen zu neutralisieren und damit Schädigungen an Zellen und Gewebe zu verhindern. Zudem zeigt sich, dass der durchschnittliche Vitamin-C-Blutspiegel bei Rauchern niedriger ist als bei Nichtrauchern. Raucher weisen eine um 10% verringerte Resorption und einen um 40% höheren täglichen Vitamin-C-Stoffwechsel auf. Deshalb wird Rauchern eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr empfohlen.
 Herz- und Kreislauf- Erkrankungen
Vitamin C kann positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und den Blutdruck ausüben.

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