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Spurenelemente

Eisen

Eisen bindet den Sauerstoff in den roten Blutzellen und ist Bestandteil von Hämoglobin und einigen Enzymen.

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, das der Körper zur Blutbildung braucht. Als Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin sorgt es für den Sauerstoff im Blut. Die roten Blutkörperchen binden den eingeatmeten Sauerstoff und transportieren ihn in die Körperzellen, die ohne diesen Sauerstoff nicht leben können. In einem Rhythmus von 100 Tagen werden die roten Blutkörperchen abgebaut und gleich wieder neu gebildet, wobei ein Teil des freigesetzten Eisens dem Körper verloren geht. Bei ausgewogener Ernährung wird dieser Eisenverlust (Tagesbedarf 10-15 mg) regelmäßig wieder ausgeglichen.

Dosierung: Eine tägliche Dosis von 5 mg/ kg Körpergewicht sollte nicht überschritten werden.

Mehrbedarf: Vitamin C verbessert die Eisenresorption, während Phenytoin, Phosphate und Gerbsäuren die Resorption vermindern. Eisen aus tierischer Nahrung wird besser verwertet als aus Pflanzen.

Nebenwirkungen: Schon in therapeutischen Dosen kann es zu Magen- Darmreizungen kommen. Einnahme zu den Mahlzeiten verringert dieses Risiko beträchtlich.

Vorkommen: Z.B. in Fleisch, Schwarzwurzeln, Kohl, Nüssen,  Eigelb, Hülsenfrüchten und Leber.

Mangelsymptome: Wachstumsstörungen, Muskelschwäche, Alkalose.

Eisen ist besonders wichtig für die Generation ab 50 Jahren!

 

Jod

Jod ist bedeutend für die Funktion der Schilddrüse und an der Regulation des Stoffwechsels und der Körpertemperatur beteiligt.
Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone T3 und T4.

Mangelsymptome: Schilddrüsenunterfunktion und Jodmangelsymptome (Strumabildung).

Vorkommen: Meist als Kaliumjodid in Seefisch, Meeresprodukten wie Algen, Krebsen und Muscheln, jodiertem Speisesalz.

Mangelnde Bedarfsdeckung: Alle Bevölkerungsgruppen sind mit Jod unterversorgt, die Mangelversorgung ist in Süddeutschland stärker als im Norden. Schwangere und Stillende brauchen zusätzlich Jod.

Dosierung: Aufnahme- Empfehlung pro Tag
für Kinder und Jugendliche 0,1 - 0,2 mg, Erwachsene 0,18 mg, Schwangere und Stillende zusätzlich 0,03 bzw. 0,06 mg.

Tipp: Frischer Fisch sollte zweimal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen!

 

Chrom

Chrom stimuliert die Enzyme des Kohlehydrat- Stoffwechsels und des Fettsäureabbaus.
Chrom ist Bestandteil des Glucose- Toleranzfaktors (GTF), dieser ist ein essentieller Cofaktor für die Reaktion des Insulins mit Rezeptoren an der Zelloberfläche.

Vorkommen: Z.B. in Kartoffeln, Nüssen, Gemüse, Vollkornprodukten und Obst sowie Bierhefe, Kalbsleber, Weizenkleie und Honig.

Unsichere Bedarfsdeckung bei übermäßiger Aufnahme von raffiniertem Zucker!

Mangelsymptome: Verminderte Glukosetoleranz, Gewichtsverlust, periphere Neuropathie.

Tagesdosis: 0,05 - 0,2 mg.

Tipp: Ein Salat oder Müsli mit verschiedenen Nussarten verfeinert sichert Ihren täglichen Chrombedarf.

Chrom ist besonders wichtig für die Generation ab 50 Jahren!

 

Kupfer

Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme und unterstützt den Stoffwechsel.

Natürliches Vorkommen in Bohnen, Erbsen, Pilzen, Getreide und Vollkornprodukten sowie Schalentiere, Kartoffeln und Obst.

Tipp: Ersetzen Sie doch mal ein Fleischgericht durch ein delikates Pilzragout!

Mangelsymptome: Hypochrome mikrozytäre Anämie

Biochemische Funktion: Bestandteil der Ferrooxidasen I und II.

Dosierung: Tagesdosis 1mg (Kinder) bis 4mg (Erwachsene). Die Dosierungen sollten nicht überschritten werden!

Toxikologische Hinweise: Bei Säuglingen sind chronische Lebererkrankungen durch Kupfer aus korrodierten Wasserleitungen bekannt geworden.

Handelsform: Kupfersulfat.

 

Mangan

Mangan ist ein Enzymaktivator, wichtig für verschiedene Stoffwechsel- Prozesse und unterstützt die Produktion der Sexualhormone.

Unspezifische Mangelsymptome: Im Tierversuch wurden Störungen der Fruchtbarkeit und des Skelettwachstums beobachtet.

Biochemische Funktionen: Bestandteil der Pyruvatcarboxylase, der Superoxid- Dismutase, der Diamin- Oxidase u.a..

Natürliches Vorkommen: In Sojabohnen, Bananen, Nüssen, Vollkornprodukten und Schwarzem Tee.

Tipp: Tee gibt es in unendlicher Vielfalt. Mischen Sie sich Ihren persönlichen Tee!

Dosierung: Tagesdosis 1-5 mg.

Handelsform: Mangansulfat.

 

Molybdän

Molybdän aktiviert Enzyme im Kohlehydrat- ,Fett- und Eisenstoffwechsel.

Natürliches Vorkommen in Blumenkohl, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Knoblauch. In saurem Boden- Milieu wird weniger Molybdän von den Pflanzen aufgenommen.

Unspezifische Mangelsymptome: Verminderte Harnsäure- Konzentrationen im Serum.

Dosierung: Tagesdosis für Erwachsene 0,15 bis 0,5 mg.

Toxikologische Hinweise: Eine Überdosierung führt zu erhöhten Harnsäurespiegeln.

Biochemische Funktionen: Bestandteil der Xanthin-Oxidase, Aldehydoxidase und der Sulfidoxidase.

Handelsform: Natriummolybdat.

 

Selen

Selen sorgt für Gewebe- Elastizität und ist auf das Abfangen von freien Radikalen spezialisiert.
Selen ist Bestandteil der Knochen- und Zahnmasse und kommt in allen Körperzellen und -Flüssigkeiten vor.
Selen ist auch Bestandteil von Proteinen, die im Körper vielfältige Aufgaben erfüllen, solche Proteine werden auch als Selenoproteine bezeichnet. Viele von ihnen dienen als Enzyme.
Enzyme haben die Aufgabe, im menschlichen Organismus bestimmte Stoffwechsel- Reaktionen zu beschleunigen. Ohne Enzyme und somit auch ohne Selen ist kein geordneter Stoffwechsel und somit kein Leben möglich.
Außerdem erfüllt Selen die wichtige Aufgabe als Radikalfänger.

Was sind freie Radikale?
Selen kann von unserem Körper nicht selbst gebildet werden, wir müssen es mit der Nahrung aufnehmen. Daher bezeichnet man es auch als essentielles Spurenelement.

Vorkommen: Z.B. in Nüssen, Getreide abhängig vom Anbaugebiet, Leber, Fisch, Fleisch, Milch und Eiern.

Mangelsymptome: Herzmuskelschäden

Tagesdosierung: 0,05 - 0,2 mg

Selenmangel kann auftreten bei Alkoholikern, parenteraler Ernährung, Frühgeborenen und Kindern mit Stoffwechsel- Krankheiten.

Überdosierung: Chronische Vergiftung ab 3mg pro Tag möglich. Symptome sind Haarausfall, Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche ect.. Zeichen für erhöhte Zufuhr ist ein knoblauchartiger Atemgeruch.

Tipp: Öfter mal eine frische Kokosnuss!

Handelsform: Selenhefe ist Bestandteil von Zellschutz- Präparaten wie Selen plus®, Selenium spezial®, Symbion®. 
Diese Zellschutzkomplexe bestehen aus den Vitaminen A, C und E sowie Selenhefe und sind Radikalfänger- Spezialisten.

 

Silicium

Silicium ist unersetzlich für die Erhaltung von Bindegewebe, Knorpel, Knochen, Haaren, Nägeln und Zähnen.

Biochemische Funktion: Mitbeteiligung an der Knochenbildung und Calcifizierung. Bestandteil von Knorpel und Bindegewebe.

Natürliches Vorkommen: Z.B. in grünen Bohnen, Tomaten, Gurken und Petersilie. Bioverfügbarkeit aus tierischer Kost besser.

Handelsform: Kieselerde (amorphes Si O2).

Handelspräparate: Kieselerde Flügge®, Sikapur®.

 

Zink

Zink ist wesentlich für das Haarwachstum und die Hautstruktur.
Zink ist außerdem Bestandteil vieler Enzyme wie Dehydrogenasen, Peptidasen, Phosphatasen, DNA- und RNA- Polymerasen etc..
Bei Zink kriegen Bakterien und Viren Hemmungen.
Zink ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Immunsystems. Es ist entscheidend verantwortlich für die Zellteilung und das Zellwachstum. Damit trägt es wesentlich zum Funktionieren Ihres Immunsystems bei und hemmt so die Verbreitung von Viren und Bakterien. So können Sie Erkältungen vorbeugen.

Wir empfehlen Ihnen Zink Sandoz® oder Biolectra Zink®
(eine Brausetablette täglich) zur Stärkung Ihres Immunsystems
.

Vorkommen: Z.B. in Kürbiskernen, Nüssen, Eiern, Fisch, Fleisch, Meerrettich, Käse und Vollkornprodukten.
Tipp: Meerrettich zu Fisch, Fleisch und Salaten!

Mangelsymptome: Wachstums- und Wundheilungs- Störungen, verringerte Glukosetoleranz, Haarausfall, Hautveränderungen, Potenzstörungen.

Dosierung: Tagesdosis für Jugendliche und Erwachsene
8 - 15 mg, für Schwangere und Stillende zusätzlich 10 mg.

Achtung: Resorptionsminderung bei gleichzeitiger Einnahme von Tetrazyklinen!

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