Die
Heilpflanze des Monats
Süßholz -
Glyzyrrhiza glabra
Die
Süßholzwurzel - Radix Liquiritiae
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Zwischen
Tradition und Moderne
Die Wirkungen der
Süßholzwurzel waren schon den Ägyptern bekannt. Die Skyther
nutzten die wasserretinierende Wirkung, um in der Wüste länger mit dem
Wasser auszukommen, Napoleon kaute die Süßholzwurzel wegen seines
Magengeschwürs, in Japan wird ein Süßholzextrakt zur Auslösung des
Eisprungs angewendet und bei den Chinesen gehört Süßholz zu den zehn
wichtigsten Arzneipflanzen.
Andere Studien berichten berichten von einer guten Wirkung bei viralen
Infektionen wie Herpes simplex und HIV.
Die Wurzeldroge wurde als Abführ- und Entwässerungsmittel und seit den
40er Jahren gegen Magengeschwüre angewendet. Wirksam ist hier nicht nur
die GL sondern auch das krampflösende Liquiritin. Bei
Husten
Radix Liquiritiae wirkt
bei Husten schleimverflüssigend und Auswurf fördernd aufgrund seines
Gehalts an Glycyrrhizinsäure (GL).
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Weitere
Anwendungsgebiete:
Leberschutz
durch Süßholz
In Japan ist die GL
seit mehr als 20 Jahren das meistverwendete Leberpräparat, in Russland
wird eine Kombination mit einem Salz der GL für chronische Hepatitis
verwendet und in Deutschland wies man Ende der 80er Jahre die Wirksamkeit
des Lakritz bei Leberzirrhose nach.
Besonders das komplexe Wirkungsspektrum macht die GL zu einem
interessanten Leber-Therapeutikum:
Sie hat eine
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antivirale |
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Interferon
stimulierende |
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antiphlogistische
und antiinflammatotische |
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protektive Wirkung
gegen zytotoxische Schädigung und wirkt stabilisierend auf
Leberlysosomen.
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Neue Studien machen Hoffnung für
Patienten, die an Hepatitis C erkrankt sind und nicht auf Interferone
ansprechen.
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Hilfe
bei Magenbeschwerden
Die gute Wirkung bei Magenbeschwerden
macht die Lakritze in der Bevölkerung besonders beliebt. Neue
Erkenntnisse belegen den positivien Effekt der GL auf die
Prostaglandinsynthese der Magenschleimhaut.
Die spasmolytische Wirkung des Flavonoids Liquiritin und die choleretische
sowie entzündungshemmende Wirkung der GL ergänzen diese Effekte. Alles
zusammen erklärt die gute Wirkung von Süßholz bzw. Lakritz bei
Magengeschwüren.
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Viruskiller
und Immunstimulator
Es gibt internationale Dokumentationen
über die Wirksamkeit der Süßholzwurzel bei viralen Infektionen wie
Herpes Simplex und Varicella-Zoster-Virus sowie beim Hepatitis-B-Virus,
japanische Studien belegen die Wirksamkeit bei AIDS.
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Antiallergische
Wirkung
In Japan findet die GL Anwendung bei
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bestimmten allergischen Reaktionen |
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als Antidot gegen Diphtherie-,
Tetanus-Toxine |
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gegen Tetrodotoxin, dem Gift des
Kofferfisches. |
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Antikanzerogene
Wirkung
Studien aus den USA bezeichNen die Wirkung
von GL bei verschiedenen Krebsarten wie Darm- und Hautkrebs als gut. Nach
Gabe von GL wurde ferner eine reduzierte Proliferationsrate von
Melanomzellen beobachtet.
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als
Fruchtbarkeitsdroge
In Japan wird die Süßholzwurzel
zusammen mit der Pfingstrose, die ebenfalls eine aldosteronartige Wirkung
besitzt, angewendet, um bei hyperandrogenetischen Frauen und bei
Oligomenorrhoe die reguläre Ovulation auszulösen.
Untersuchungen in Japan ergaben, dass diese Drogenkombination bei speziell
bei denj Formen von Unfruchtbarkeit wirksam ist, in denen ein erhöhter
Testosteronspiegel vorlag.
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Keine
Wirkung ohne Nebenwirkung |
Wasseransammlungen mit leichten Schwellungen, besonders im Bereich
von Gesicht und Fußgelenken sind bei längerer Einnahme höherer
Dosen möglich.
Die Natriumausscheidung ist verringert, die Kaliumausscheidung
erhöht. Eine Erhöhung des Blutdrucks ist ebenfalls möglich. Darum
wird eine Anwendungsbeschränkung auf 4 bis 6 Wochen empfohlen.
Inzwischen sind die Glycyrrhizinsäure-Konzentrationen von Lakritz
erheblich gesenkt worden. Besonders dänische Salzlakritz-Sorten
weisen nach wie vor eine hohe GL-Konzentration auf.
Deshalb ist zu empfehlen, dass Schwangere,
Herz- und Blutdruckkranke sowie Diabetiker Lakritz in kleineren
Menge zu sich nehmen sollten.
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