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Privilegierte
Apotheke
am Markt
© Peter Sommer
März 2005
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Unsere
Heilpflanze des Monats

die Artischocke
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Die
Artischocke - Cynara scolymus
Jeder kennt wohl die
distelartigen Blüten des Korbblütlers, arzneilich verwendet werden
jedoch nur die Grundblätter.
Bereits in der Antike schätzten die Menschen die Artischocke als
Verdauungshilfe und Diuretikum, gegen Achselschweiß und als
Aphrodisiakum. Heute scheiden sich dei Geister: Die einen bevorzugen die
gekochten fleischigen Fruchtböden als sommerlichen Imbiss, die anderen
vertrauen auf die Arzneimittel aus den Blättern der Pflanze bei
Beschwerden im Oberbauch.
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Blätter
lindern leichte Bauchschmerzen und senken den Cholesterinspiegel
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Ausgangsstoff für die
Arzneimittel sind die fiederspaltigen Grundblätter der Asteracee Cynara
scolymus. Pflanzen aus kontrolliertem Anbau mit hohem Inhaltsstoff-Gehalt
werden zwei bis dreimal jährlich vor der Knospenbildung geerntet,
schonend getrocknet und extrahiert.
Die Wirksamkeit bestimmenden Inhaltsstoffe sind Caffeoylchinasäure -Ester
wie Cynarin und Flavonglykoside wie Cynarosid und Scolymosid. Da meist
wässrige Extrakte hergestellt werden, fehlen in diesen Extrakten die
leicht bitter schmeckenden Sesquiterpenlactone. Wegen möglicher
Nebenwirkungen ist das Fehlen dieser Stoffe eher positiv zu
beurteilen.
Wässrigen Extrakten aus Artischockenblättern konnten hauptsächlich
choleretische Wirkungen, Leberschutzfunktionen, regenerations- fördernde
Eigenschaften sowie eine positive Wirkung auf Cholesterol- und Lipidwerte
zugeordnet werden.
Um diese Wirkungen zu erreichen, ist nach Empfehlung der Kommission E eine
Tagesdosis von 6 Gramm Droge erforderlich. Das entspricht 4 Kapseln Hepar
SL forte oder 3 Kapseln Heparstad bzw. Valverde
Artischocke. Diese hochdosierten
Artischocken- Arzneimittel erhalten Sie
nur in Ihrer Apotheke.
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Wie
entstehen Beschwerden im Oberbauch?
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Bei dyspeptischen
Beschwerden wie Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl, Blähungen und
Übelkeit können die Artischockenblätter Abhilfe schaffen. Als Auslöser
diese Beschwerden gelten Störungen der Magenentleerung und der
Darmpassage, sogenannte Motilitätsstörungen. Auch psychische Faktoren
spielen eine wichtige Rolle. Funktionelle Dyspepsie nennen Mediziner
Beschwerden wie Magengeschwüre, die ohne organische Ursache länger als 3
Monate anhalten. Ebenfalls können genetisch bedingte erhöhte
Empfindlichkeit oder eine Infektion die Ursache sein. Es reicht auch
nicht, den Magenkeim Helicobacter pyroli mit Antibiotika zu
bekämpfen, aus dieser Einsicht resultiert die Therapie der Dyspepsie mit
Metoclopramid zur Anregung der Motilität und H2Blockern zum Bremsen
der Säure. Auch die Erfolge hiermit sind nicht überwältigend.
Eine pflanzliche Alternative
hierzu bieten die Artischocken-Präparate. Sie regen den Gallenfluss an,
gleichzeitig schützen sie durch antioxidative Eigenschaften die
Leberzellen, außerdem senken sie moderat die Blutfette.
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Erfahrungen
mit Artischocken-Präparaten
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Vier von fünf Patienten verspürten
eine deutliche Linderung durch Artischocken vor allem bei den Symptomen
Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Der günstige Effekt blieb
erhalten, wenn die Therapie über sechs Monate fortgesetzt wurde.
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