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Privilegierte
Apotheke
am Markt
© Peter Sommer
Oktober 2008
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Heute

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Hinter
der restaurierten Haustür mit den Löwenköpfen befindet sich die Diele der
alten Landapotheke. Beinahe wurde sie in den 60er Jahren einer Erweiterung der
Apothekenräume geopfert. Nur wenn Sie ein ganz persönliches Gespräch in der Beratungsecke wünschen, können Sie sehen, dass die Bornholmen Fliesen
und die mächtigen Deckenbalken noch erhalten sind. Ansonsten ist die alte Diele
jetzt ganz
privat. Das war längst nicht immer so.
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Früher
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musste jeder durch die Haustür über
die alte Diele, sie war der Verkehrsknotenpunkt für Apotheke, Familie und
Kunden. Links ging man zur Apotheke, geradeaus zum Büro des Apothekers und
rechts und über die Treppe zur Privatwohnung. Ganz privat war man aber auch
hier nie, denn in der ersten Etage befand sich das „Drogenlager". Hier
wurden Kräutertees in riesigen Schubladen und Tonnen vorrätig gehalten und in
einer großen Trommel gemischt, in derselben Etage wohnte noch die „Köksch"
und oft auch eine Apothekerin. Auf dem Hausboden lagerten in großen Holzkisten
Kruken und Flaschen in allen Größen, weiß und braun, eckig für äußerlich,
rund für innerlich. Es herrschte deshalb immer reger Betrieb im Treppenhaus.

Die Diele
um 1930
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Traditionsbewusst
und zukunftsorientiert
Privilegierte
Apotheke am Markt |
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