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Privilegierte
Apotheke
am Markt
© Peter Sommer
September 2008
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Die Geschichte der
Privilegierten Apotheke
in Burg

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Die
Geschichte der Burger Apotheke begann eigentlich im Dänischen Gravenstein an der
Flensburger Förde. Dort trafen sich der Hochfürstliche Hofapotheker Lorenz
Henningsen aus Gravenstein und der Apotheker August
Lemmel,
der im ländlichen Wohnhaus am Burger Marktplatz eine Apotheke einrichten
wollte.
Hier besiegelten beide am 11.Februar 1840 den Überlassungs-Kontrakt.
Das Haus mitsamt Gartenplatz, groß ungefähr 2 Scheffel, sowie
Brunnengerechtigkeit und dem Königlichen Privilegium nebst der bereits
vorhandenen Apotheken-Einrichtung gingen für 13950 Courant oder 7440 Rbth. in
Silber in den Besitz Lemmels über. Die Übertragungsurkunde des Königlichen
Privilegiums zur Anlegung einer Apotheke in Burg hatte er bereits am Heiligabend
1839 vom Dänischen König Christian VIII verliehen bekommen. Dieses Privileg sicherte ihm
alle
den Apotheken in Unserem Herzogtum Holstein zustehenden Freiheiten und
Gerechtigkeiten zu, stellte aber kein Exklusiv-Privileg dar.
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Das königliche Privilegium.

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Eigentlich hatte Apotheker Friedrich Cropp aus
Rendsburg hier seine Apotheke betreiben wollen und hierfür am 11.Juni 1839
bereits das Königliche Privilegium erhalten sowie Haus und Grundstück gekauft.
Die Apotheke war bereits eingerichtet, als Cropp es plötzlich so eilig hatte,
nach Croix in Westindien auszuwandern, dass er den Hochfürstlichen Hofapotheker
Henningsen mit dem Verkauf beauftragte. Dieser verkaufte die Apotheke samt
Privilegium an Apotheker August Lemmel aus Flensburg, dem am 24. Dezember
1839 das königliche Privilegium verliehen wurde.
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Bereits zehn Monate danach verstarb Lemmel am 10.10.1840 im Alter von 30 Jahren
und seine Witwe heiratete im Jahre 1841 den Apotheker Georg August Wolff.
Am 6. Dezember 1844 übertrug der Dänische
König Friedrich VII das
Privilegium auf Apotheker Wolff, der 1855 in Burg 41jährig verstarb. Apotheker J.G.T.Hartz
übernahm 1857 die Burger Apotheke, die er 1910 endgültig an seinen Schwiegersohn Friedrich Wilhelm
Georg Wöhlecke übergab, nachdem Hartz und sein Schwiegersohn seit 1894 die
Apotheke zusammen als Hartz & Wöhlecke geleitet hatten. 1913 zog die
Familie Wöhlecke in das benachbarte reetgedeckte Fachwerkhaus nebenan.
Kurze Zeit später, 1914, übernahm
Georg
K.A.Krell die Apotheke und die Familie Wöhlecke setzte sich im benachbarten Landhaus
zur Ruhe.
Apotheker Krell verstarb plötzlich im
Jahr 1930. Pharmazie-Kandidat Heinrich Sommer
absolvierte hier gerade sein Praktikum, durfte aber die Apotheke noch nicht
übernehmen, und so wurde Apotheker Gramatzki aus Usedom bis 1935 als Verwalter eingesetzt.
Zwischen 1935 und 1938 pachtete Apotheker Johannes Nissen die
Burger Apotheke. 1938 bestand Heinrich Sommer sein Staatsexamen und
konnte jetzt die Apotheke von der Witwe Krell pachten.
Als diese 1946 verstarb übernahm Heinrich Sommer die Apotheke und bekam als
letzter Apotheker 1948 das Privilegium verliehen. 1958 begann die
Niederlassungsfreiheit und damit das Ende der Privilegien. Diese verloren ihre
Gültigkeit, behielten aber bis heute ihren unschätzbaren Wert.
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Von der Geschichte zur
Gegenwart
1973: Apotheker Peter Sommer beginnt nach
bestandenem Examen als angestellter Apotheker in der elterlichen Apotheke
1975: Ulrich
& Peter Sommer OHG als Pächter
1976: Peter
Sommer Pächter der "Privilegierten Apotheke am Markt"
seit 1985: Inhaber
Apotheker Peter Sommer
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Tradition
und Fortschritt
Privilegierte Apotheke am Markt in Burg |
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