Antibiotika
Home ] Nach oben ] Penicillin & Co ] Makrolide ] Chinolone ] Tetrazykline ] Cotrimoxazol ] Neue Antibiotika ]

 

Inhalt:

Aktuell
Apotheke
Arzneiformen
Beratung
Geschichte
Museum und Sammlung
Rundgang
Service
Spezialitaeten

Schnell gefunden:

pflanzliches

Heilpflanze
des Monats

Kräuter-
garten

Historische
Arzneikräuter

Vitamine

Tipps

arzneimittel
online bestellen
über das aponet

  Luftkurort
Burg

Burger
Museum

Museums-
Apotheke


Privilegierte
Apotheke
am Markt

© Peter Sommer

März 2007

 

 

Modellbahn-Verkauf


Antibiotika gehören zu den wichtigsten Arzneimitteln und sind unverzichtbar im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Erst mit diesen antibakteriell wirksamen Substanzen ist es möglich geworden, Infektionskrankheiten, die früher häufig zum Tode führten, erfolgreich zu bekämpfen. Seit der Entdeckung der ersten Antibiotika, den Sulfonamiden und Penicillinen, wurde die Palette dieser Wirkstoffe erheblich erweitert. Als Antibiotika werden generell Substanzen bezeichnet, die in der Lage sind, das Wachstum von Mikroorganismen zu hemmen oder sie abzutöten. Neben den hier besprochenen Antibiotika, deren Wirkung sich im engen Sinn gegen Bakterien richtet, gibt es noch Virustatika zur Therapie von Virusinfektionen.

Antibiotika- Gruppen

Die Antibiotika lassen sich nach ihrer chemischen Struktur in verschiedene Gruppen unterteilen:

Beta-Lactame
Zu den Beta-Lactam-Antibiotika zählen die Penicilline und die Cefalosporine wie das Cefuroxim  

Makrolide

zu den Makroliden zählen das Erythromycin als erster Vertreter so wie die neueren Vertreter mit den Warennamen Rulid, Klacid und Zithromax, die bessere antibakterielle Eigenschaften und eine höhere Bioverfügbarkeit besitzen.

Chinolone

Wichtige Vertreter der Chinolone sind die neuen Gyrase-Hemmer Tarivid und Ciprobay sowie die neueste Weiterentwicklung Avalox.

Sulfonamide

Sulfonamide gehören zu den ältesten Antibiotika. Noch immer sehr häufig verwendet wird das Sulfamethazol in Verbindung mit Trimethoprim als Cotrim.

Tetracycline

Auch Tetrazykline sind inzwischen alte Hasen unter den Antibiotika. Ihr bekanntester Vertreter, das Doxycyclin, das wohl meistverordnete Antibiotikum, besitzt inzwischen eine hohe Resistenzrate.

Amino-Glykoside

Zu den Amino-Glykosiden zählt sowohl die Streptomycin- als auch die Neomycin- Gruppe und auch die Kanamycin- Gentamycin- Gruppe, deren Substanzen hauptsächlich in der Augenheilkunde angewandt werden. (Kanamytrex, Gentamycin, Biklin). Die Nebenwirkungen wie Oto- und Nephrotoxizität fallen bei äußerlicher Anwendung nicht ins Gewicht. Amino-Glykoside wirken bakterizid.

Polymyxine

Das zur Polymyxin-Gruppe gehörende Colistin (Diarönt) wirkt gegen Enterobakterien und wird als Darmtherapeutikum eingesetzt.

Nitro-Imidazole

Zu den Nitro- Imidazolen gehört vor allem das Metronidazol (Clont®, Flagyl®) wie auch Nimirazol und Tinidazol (Simplotan®). Die Nitroimidazole wirken bakterizid und werden vor allem bei Infektionen der Geschlechtsorgane eingesetzt. Sie dürfen nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden und die Behandlungsdauer darf höchstens 10 Tage betragen (mutagenes Risiko). Magen- Darmstörungen können als Nebenwirkung auftreten.

Fusidinsäure

Fusidinsäure (Fucidine®) gilt als Reservemittel bei Staphylokokken- Infektionen, wirkt bakteriostatisch  und wird hauptsächlich äußerlich angewandt.

Lincosamine

Auch die Lincosamine wie Clindamycin (Sobelin®) wirken bakteriostatisch und gelten ebenfalls als Reservemittel gegen Staphylokokken. Sie werden auch oral angewandt und wegen ihrer guten Knochengängigkeit bei Infektionen im Kiefer-, Zahn- und Knochenbereich eingesetzt. Als Nebenwirkungen sind Magen- Darmstörungen und Durchfall möglich.

Ketolide

Zur ganz neuen Klasse der Ketolide wurde das Antibioticum Telithromycin von der Aventis Pharma (Sanofi) neu entwickelt. Das Breitband- Antibiotikum mit einer einmal täglichen Eingabe ist  in Deutschland unter dem Namen Ketek® auf dem Markt.  

 

Wie wirken Antibiotika?

Die Wirkungsweise der einzelnen Antibiotika- Gruppen ist unterschiedlich. Manche Substanzen wie die Penicilline und Cephalosporine töten die Erreger in der Vermehrungsphase ab, Sulfonamide und Tetracycline wirken bakteriostatisch und verhindern lediglich ihre Vermehrung.

Wenn Bakterien resistent sind:

Ein besonderes Problem der Antibiotika sind resistente Bakterien, also Erreger, die das Antibiotikum nicht erfassen kann. Entweder sind ganze Bakteriengruppen genetisch bedingt unempfindlich gegen ein Antibiotikum oder es haben sich im Laufe der zeit resistente Bakterien entwickelt. Die sekundäre Resistenz entsteht während der Antibiotika- Therapie. Während die empfindlichen Erreger vernichtet werden können sich die weniger resistenten ungehindert vermehren und nehmen überhand, es kommt zu einer erneuten Infektion. Das gelingt den Bakterien zum Beispiel bei den Penicillinen indem sie ihren Beta-Lactamring knacken. Durch zusätzliche Gabe eines Hemmstoffes (Clavulansäure) wie in Augmentan können die Bakterien überlistet werden.


Das Wirkungsspektrum:

Antibiotika einer Gruppe besitzen meist ein ähnliches Wirkungsspektrum, dies sagt aus welche und wie viele Erreger das Antibiotikum erfassen kann, nicht jedes Antibiotikum ist gegen jedes Bakterium gleich wirksam. Man unterscheidet Schmal- Mittel- und Breitbandantibiotika. Es sollte immer das Mittel mit dem kleinstmöglichen Wirkungsspektrum eingesetzt werden, da die Behandlung so effektiver und die Nebenwirkungen geringer sind.

Bevor ein Antibiotikum eingesetzt wird, sollte sicher sein, dass an der Infektion tatsächlich Bakterien beteiligt sind. Häufig sind bei Atemwegsinfektionen Viren beteiligt, gegen die sind die Antibiotika unwirksam. Der Arzt kann einen bakteriellen Infekt an verschieden Symptomen wie z.B. eitrigem Auswurf erkennen. Die Wahl des Antibiotikums ist einfach, wenn man weiß, welcher Erreger die Infektion verursacht. Bei schweren Infektionen mit zum Teil verschiedenen Auslösern wird die Therapie mit einem Breitbandantibiotikum begonnen bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen.


Einnahmehinweise

Ein Antibiotikum muss über den gesamten vom Arzt verordneten Zeitraum eingenommen werden. Bei vorzeitigem Absetzen des Medikaments wegen „eingetretener Besserung" können Sekundär- Resistenzen entstehen und es kommt zu einer erneuten, schwereren Infektion.
Nehmen Sie unbedingt das Antibiotikum in der vorgeschriebenen Dosierung. Eine Unterschreitung der erforderlichen Dosis ist gefährlicher als eine Überschreitung und kann zu Resistenzen führen.
Sollte nach Aufbrauchen der verordneten Menge keine Besserung eingetreten sein, sollte unbedingt der Arzt informiert werden. Hier ist eine Fortsetzung oder Umstellung der Therapie erforderlich.
 

Häufige Nebenwirkung: Durchfall


Als häufige Nebenwirkung können bei fast allen Antibiotika Durchfallerkrankungen auftreten, da sie die physiologische Darmflora angreifen. Es ist sinnvoll, der Darmflora mit Mitteln wie Perenterol wieder auf die Beine zu helfen oder besser noch durch Einnahme ½ Stunde vor dem Antibiotikum vorzubeugen. Bei magenempfindlichen Patienten ist die vorherige Einnahme vom Extrakt der bitteren Schleifenblume (Iberogast) hilfreich und unschädlich.

 

Weitere Beratungsthemen

Abnehmen   Antibiotika   Anwendung   Aphrodisiaka   Depression
Erkältung Heuschnupfen   Kräutergarten   Lifestyle-Medikamente   Naturarznei   Reiseberatung   Schwangerschaft   Vitamine

Wir beraten Sie gern!
Ihre Privilegierte Apotheke am Markt in Burg

 

Toll, dass Sie unsere Web-Site besuchen! 
Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung schreiben!