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Privilegierte
Apotheke
am Markt
© Peter Sommer
Oktober 2008
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Die Geschichte
eines
Dithmarscher Krabbenkutters
Gebaut 1920 auf der
Wewelsflether Junge-Werft als Baunummer 253/1920
Nach den Linien der
bereits im Jahre 1901 gezimmerten Kutter wurden 20 Jahre später immer noch
Schiffe gebaut, so auch der Kutter „Bertha“, der 1920 nach der Zeichnung
Nr.086 von 1901 als Krabbenkutter gebaut wurde. Das Fahrzeug war das letzte
dieser Serie und war vom Fischer Hinrich Hartmann aus Friedrichskoog bei der
Junge-Werft in Auftrag gegeben worden.
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Mit ihren Maßen von
10,44 x 3,88 x 1,47 m bei einer Länge über alles von 11,80 m zählten diese
Kutter damals noch zu den größeren Einheiten. Die Vermessung ist
überliefert mit 10,5 BRT. Obwohl die Schiffe mit Maschine ausgerüstet waren,
erhielten sie dennoch einen Besegelung bestehend aus Großsegel und Fock, zu
denen bei Bedarf noch ein loser Klüver hinzukam. Mit der Nummer FRI 1 war
die Bertha in Friedrichskoog beheimatet. Im Jahre 1927 wurde der Kutter an den
Sohn Hans Hartmann übergeben. Die ursprünglich 20 PS starke Maschine wurde
zu dieser Zeit in einen 28-PS-HMG-Glühkopfmotor umgetauscht.
Sowohl Motor als auch Segel gebrauchend fischte Hartmann mit seinem Kutter bis
zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Ende 1939 verkaufte er das Schiff an den
Fischer Jonny Glashoff aus Friedrichskoog II. Als dieser 1953 nach Husum
übersiedelte, nahm er den Kutter mit, worauf dieser die Nummer HUS 8 erhielt.
1947 hatte Glashoff den Glühkopfmotor gegen einen 40 PS leistenden HMG-Diesel
getauscht, der 1958 von einem 50-PS-MWM-Diesel abgelöst wurde. Hiermit lief
das Fahrzeug noch weitere vier Jahre, bis es im Dezember 1962 abgewrackt
wurde.1963 kaufte Glashoff die „Orion“ vom Burger Kapitän Rolf
Häbel.
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Aus der Nachkriegszeit
ist noch eine kleine Geschichte überliefert. Danach hatte Hartmann, als sein
Heimathafen in das zeitgemäße „Adolf-Hitler-Koog“ umbenannt wurde, dies
mit tiefen Lettern ins Heck einschnitzen lassen. Bis 1945 fuhr man auch recht
gut damit, doch dann wurde ein Ärgernis daraus, und somit wurde das Ganze mit
Kitt verspachtelt. Leider fiel der dann immer wieder raus, und der Name, den
man zu vergessen hoffte, war wieder gut zu lesen- sehr zum ständigen Ärger
des neuen Eigners.
aus Herbert Karting: Schiffe aus Wewelsfleth Band 3.
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Das Modell in der
Apotheke
Das detaillierte und
naturgetreue Modell wurde uns 1980 vom Friedrichskooger Modellbauer Karl-Heinz
Jacoby gebaut, als Blickfang in der
Offizin unserer damals neu renovierten Apotheke.
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