Antiallergika
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Privilegierte
Apotheke
am Markt

© Peter Sommer

September 2008

 

 

 

Antiallergika-Überblick

Antihistaminika haben eine herausragende Bedeutung bei der Behandlung allergischer Erkrankungen. Leider haben die Präparate der 1. Generation einen müdemachenden Effekt und Terfenadin kann Herzrhythmus-Störungen auslösen. Da die Zahl der Allergie-Patienten aber stetig zunimmt, ist die Entwicklung neuer Substanzen notwendig. Zu den antiallergisch wirkenden Substanzen zählen Cortisonpräparate, die Mastzellen- Stabilisatoren und die Antihistaminika. In der letzten Zeit hat sich viel getan auf diesem Sektor.


Kortikoide

Kortikoide haben eine  spezifische und eine unspezifische Wirksamkeit. Bis die Wirkung einsetzt, vergehen einige Stunden. Die Langzeit-Therapie ist mit Risiken verbunden. 
Mometason (Nasonex) : Während des Pollenfluges fühlen sich fast 80% der Anwender besser im Vergleich zur früheren Therapie  und 90% beurteilen sie als sehr gut verträglich. Die Therapie soll etwa 1 bis 2 Wochen vor dem vermuteten Pollenkontakt begonnen werden. 
Beclometason
ist seit Anfang 2000 als Ratioallerg Spray rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich.

  Mastzellen- Stabilisatoren

Mastzellen-Stabilisatoren: Sie verhindern das Platzen der Mastzellen und damit die Freisetzung von Histamin. Wenn sie einige Tage vor der zu erwartenden Allergie eingenommen werden, ist ihre Wirkung gut. Bei voller Wirksamkeit verhindern sie nicht nur die akuten Frühsymptome sondern auch die Entzündungssymptome in der Spätphase. Die Präparate vorwiegend mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure sind gut verträglich, können aber nur äußerlich angewandt werden, da sie über den Magen nicht aufgenommen werden. (Intal, DNCG, Vividrin)

Antihistaminika.

 

Neue Erkenntnisse belegen, dass sie nicht nur die Histaminfreisetzung verhindern, sondern auch eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut verhindern können. Als nicht müde machende Tabletten sind Loratadin und Cetirizin  (beide inzwischen rezeptfrei), Hismanal und Terfenadin verfügbar. 

Als Nasenspray sind Azelastin (Allergodil, Vividrin A) und Livocab rezeptfrei erhältlich. 
Terfenadin und Hismanal sind nicht mehr Mittel der ersten Wahl. Beide sind verschreibungspflichtig geworden, weil sie in hoher Dosierung oder in Zusammenhang mit Antibiotika zu bedrohlichen Herzrhythmus-Störungen führen können. 
Die Mittel der neueren Generation wie Zyrtec (Cetirizin) und Lisino (Loratadin) haben eine wesentlich bessere Verträglichkeit und antiallergische Potenz und die lange Wirksamkeit erlaubt eine einmal tägliche Einnahme. Zyrtec Tabletten sind jetzt auch als preisgünstigeres Handverkaufpräparat Reactine® erhältlich.

Was gibt es Neues?

Aerius (Desloratidin) ist die Weiterentwicklung von LISINO und zeichnet sich durch ein wesentlich geringeres Interaktions-Risiko aus. Weder mit Grapefruitsaft noch mit Erythromycin oder Ketonazol gibt es hier Wechselwirkungen, außerdem wirkt Desloratidin antientzündlich.

Xusal (Levocetrizin) ist als Nachfolgepräparat von Zyrtec doppelt so wirksam und beeinträchtigt das Reaktionsvermögen nicht mehr.

Mizollen oder Zolim (Mizolastin) ist ein neues hochwirksames Antihistaminikum, das bereits seit dem Jahr 2000 im Handel ist und weder kardiotoxisch noch sedierend wirkt. Seine Wirkung tritt nach 1 Stunde ein und hält über 24 Stunden an. Es besitzt zusätzlich antientzündliche und noch weitere günstige Eigenschaften, so dass es auch unterstützend bei Asthma bronchiale eingesetzt werden kann. 

Ebastel (Ebastin). 
Die Firma Bayer Vital führte zum  März 2002 das in Spanien seit Jahren bewährte Antiallergikum Ebastin unter dem Namen Ebastel auf dem deutschen Markt ein.
Ebastel zeichnet sich besonders durch folgende positiven Eigenschaften aus:

  1. eine schnelle Besserung aller Symptome

  2. eine 24-Stunden-Symptom-Linderung mit nur einer Tablette

  3. eine ausgesprochen gute Verträglichkeit und praktisch keine müdemachende Wirkung.

Ebastel ist verschreibungspflichtig.

 

 

Geschluckt oder gesprüht?

Zur Verfügung stehen bei Heuschnupfen orale Formen (z.B. Tabletten), Augentropfen und Nasensprays. Die äußerlichen Antihistaminika der älteren Generation haben keine Vorteile mehr gegenüber den neuen Heuschnupfen-Tabletten, da sie noch eher müde machen als die modernen oralen Antihistaminika und außerdem leicht die Gefahr besteht, dass sie zu häufig eingesetzt und überdosiert werden. Patienten, die akute Heuschnupfensymptome haben, aber sich eigentlich nicht krank fühlen, profitieren am ehesten von einem Antihistamin- oder DNCG-Spray. Wenn dieser nicht ausreichend wirkt und der Patient aufgrund einer verstärkten Entzündungsreaktion eine verstopfte Nase haben sollte, sollte mit einem topischen Steroid wie Ratioallerg Spray behandelt werden. Bei schweren Krankheitsbildern ist eine Kombination von einem oralen Antihistaminikum mit eine Kortikoid-Spray sinnvoll.

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Privilegierte Apotheke am Markt in Burg

 

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