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© Peter Sommer

September 2008

 

 

 

Potenzmittel

Heute spricht man von erektiler Dysfunktion (ED), der körperlichen Unfähigkeit zur Erektion. Es stehen den betroffenen drei verschiedene Arten der Medikation zur Verfügung: Orale Arzneimittel, Spritzen in den Schwellkörper oder Pellets zum Einführen in die Harnröhre.
1.)Orale Mittel
Der Wirkstoff Sildenafil (Viagra), eigentlich als Herzmittel entwickelt, hat sich inzwischen als wirksames orales Mittel  gegen "erektile Dysfunktion" erwiesen, seine Einführung kam damals einer Revolution gleich.  Der Wirkstoff Sildenafil verstärkt den arteriellen Blutstrom in den Schwellkörper und schränkt gleichzeitig den venösen Rückstrom ein. Als Weiterentwicklungen von Sildenafil sind Vardenafil (Levitra) und Tadalafil (Cialis) im Handel, letzteres mit einer Wirkungsdauer von bis zu 36 Stunden und mehr. Ohne sexuelle Stimulation bleibt jedoch im Gegensatz zur SKAT-Therapie die Wirkung aus.

Achtung! Bei Einnahme von organischen Nitraten besteht die Gefahr von lebensbedrohendem Blutdruckabfall!

2.)SKAT (= Schwell- Körper- Autoinjektions- Therapie). Der dem Prostglandin E1 entsprechende Wirkstoff Alprostadil (Caverject) wird direkt in den Schwellkörper injiziert. Er erweitert die Gefäße und steigert selectiv die Durchblutung und führt innerhalb von 20 Minuten zu einer Erketion. Zu Beginn der Behandlung muss die richtige Wirkstoffmenge durch Titration bestimmt werden.  In anderen europäischen Ländern wird zur SKAT-Therapie auch der Wirkstoff Apomorphin eingesetzt (Androskat), der nicht so häufig allergische Reaktionen verursacht, die Gefahrt einer Dauer-Erektion (Priapismus) ist hierbei aber größer. Beide Arzneimittel sind verschreibungspflichtig und bedürfen der Beratung eines Urologen.
3.)Muse. Auf dieselbe Weise wirkt MUSE® (Medicated Urethral Systems for Erection), bei dem der Wirkstoff (Alprostadil) als Pellet in die Harnröhre eingebracht wird. Die Wirkstoffaufnahme und damit das Einsetzen der  Wirkung sind bei Muse nicht so sicher wie bei der SKAT-Therapie.

Alle Mittel sind verschreibungspflichtig!

Was gibt es neues ?

Ab 1. Juli 2001 gibt es zwei neue orale Nachfolgepräparate von Viagra. Als  zentral wirksame Mittel zur Therapie der Erektilen Dysfunktion wurden von der Firma Abbott das Präparat Uprima© und von der Takeda Pharma Ixense© eingeführt. Bei beiden handelt es sich um den altbekannten Wirkstoff Apomorphin, der bisher als Antidotum eingesetzt wurde und gegenüber Viagra den Vorteil hat, dass seine Wirkung bereits innerhalb von 20 Minuten eintritt und die (gute) Verträglichkeit bereits nachgewiesen wurde.
Nachteil: Die Anwendung als Sublingualtablette. Die Tablette wird circa 20 Minuten vor der sexuellen Aktivität unter die Zunge gelegt.
Nähere Informationen in unserer Apotheke oder bei Ihrem Hausarzt.

2003: Viagra bekommt Konkurrenz:  Seit kurzer Zeit von Bayer die Substanz Vardenafil neu auf den Markt . Der Wirkungsmechanismus ist dem von Viagra vergleichbar. Vardenafil wirkt noch stärker und selektiver, d.h. die Nebenwirkungen wie z.B. Sehstörungen sind noch weniger ausgeprägt. In der zweiten Hälfte des Jahres 2002 wurde Vardenafil in den Vereinigten Staaten unter dem Namen Nuviva® auf den Markt gebracht und ist inzwischen auch in Deutschland unter dem Namen Levitra® im Handel.

Ebenfalls ein neues Potenzmittel mit anderem Wirkungsmechanismus brachte die Firma Lilly fast gleichzeitig auf den Markt. Die Halbwertszeit und damit die Wirkungsdauer soll erheblich länger sein als die von Viagra. Cialis wirkt bis zu 24 Stunden, ist jedoch etwas schwächer wirksam als Viagra und Levitra.

Ein guter Tipp

Wertvolle Tipps zur Impotenz oder besser ED (erektile Dysfunktion) finden Sie unter
www.impotec.de 

 

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