Potenzmittel
Heute spricht man von
erektiler Dysfunktion (ED), der körperlichen Unfähigkeit zur Erektion.
Es stehen den betroffenen drei verschiedene Arten der Medikation zur
Verfügung: Orale Arzneimittel, Spritzen in den Schwellkörper oder
Pellets zum Einführen in die Harnröhre.
1.)Orale Mittel
Der Wirkstoff Sildenafil (Viagra), eigentlich als Herzmittel entwickelt,
hat sich inzwischen als wirksames orales
Mittel gegen "erektile Dysfunktion" erwiesen, seine
Einführung kam damals einer Revolution gleich. Der Wirkstoff
Sildenafil verstärkt den arteriellen Blutstrom in den Schwellkörper und
schränkt gleichzeitig den venösen Rückstrom ein. Als
Weiterentwicklungen von Sildenafil sind Vardenafil (Levitra) und Tadalafil
(Cialis) im Handel, letzteres mit einer Wirkungsdauer von bis zu 36
Stunden und mehr. Ohne sexuelle Stimulation bleibt jedoch im Gegensatz zur SKAT-Therapie die
Wirkung aus.
2.)SKAT (= Schwell-
Körper- Autoinjektions- Therapie). Der dem Prostglandin E1 entsprechende
Wirkstoff Alprostadil (Caverject) wird direkt in den Schwellkörper
injiziert. Er erweitert die Gefäße und steigert selectiv die
Durchblutung und führt innerhalb von 20 Minuten zu einer Erketion. Zu
Beginn der Behandlung muss die richtige Wirkstoffmenge durch Titration
bestimmt werden. In anderen europäischen Ländern wird zur
SKAT-Therapie auch der Wirkstoff Apomorphin eingesetzt (Androskat), der
nicht so häufig allergische Reaktionen verursacht, die Gefahrt einer
Dauer-Erektion (Priapismus) ist hierbei aber größer. Beide Arzneimittel
sind verschreibungspflichtig und bedürfen der Beratung eines Urologen.
3.)Muse. Auf dieselbe Weise wirkt MUSE® (Medicated Urethral Systems for
Erection), bei dem der Wirkstoff (Alprostadil) als Pellet
in die Harnröhre eingebracht wird. Die Wirkstoffaufnahme und damit das
Einsetzen der Wirkung sind bei Muse nicht so sicher wie bei der
SKAT-Therapie.
Alle Mittel sind
verschreibungspflichtig!
Was gibt
es neues ?
Ab 1. Juli 2001 gibt es zwei
neue orale Nachfolgepräparate von Viagra. Als zentral wirksame
Mittel zur Therapie der Erektilen Dysfunktion wurden von der Firma Abbott
das Präparat Uprima© und
von der Takeda Pharma Ixense© eingeführt.
Bei beiden handelt es sich um den altbekannten Wirkstoff Apomorphin, der
bisher als Antidotum eingesetzt wurde und gegenüber Viagra den Vorteil
hat, dass seine Wirkung bereits innerhalb von 20 Minuten eintritt und die
(gute) Verträglichkeit bereits nachgewiesen wurde.
Nachteil: Die Anwendung als Sublingualtablette. Die Tablette wird circa 20
Minuten vor der sexuellen Aktivität unter die Zunge gelegt.
Nähere Informationen in unserer Apotheke oder bei Ihrem Hausarzt.
2003:
Viagra
bekommt Konkurrenz: Seit kurzer Zeit von Bayer die Substanz Vardenafil
neu auf den Markt . Der Wirkungsmechanismus ist dem von Viagra
vergleichbar. Vardenafil wirkt noch stärker und selektiver, d.h. die Nebenwirkungen
wie z.B. Sehstörungen sind noch weniger ausgeprägt. In der zweiten
Hälfte des Jahres 2002 wurde Vardenafil in den Vereinigten Staaten unter
dem Namen Nuviva® auf den Markt gebracht und ist inzwischen auch
in Deutschland unter dem Namen Levitra® im Handel.
Ebenfalls
ein neues Potenzmittel mit anderem Wirkungsmechanismus brachte die Firma Lilly
fast gleichzeitig auf den Markt. Die Halbwertszeit und damit die Wirkungsdauer
soll erheblich länger sein als die von Viagra. Cialis wirkt bis zu
24 Stunden, ist jedoch etwas schwächer wirksam als Viagra und Levitra.
Ein
guter Tipp
Wertvolle
Tipps zur Impotenz oder besser ED (erektile Dysfunktion) finden Sie unter
www.impotec.de