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Privilegierte
Apotheke
am Markt
© Peter Sommer
März 2005
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Sendboten
aus dem Paradies

| Schon im Mittelalter
galten Gewürze als Sendboten aus dem duftenden Paradies, dem Liebesgarten
mit anregenden und betäubenden Aromen von Muskat, Zimt, Nelke und Ingwer.
Für erotische Zwecke eingesetzt, versüßen Gewürze durch ihre
stimulierende, zum Teil berauschende Wirkung die Lust und steigern das
Verlangen. Viele Gewürze, zum Beispiel Zimt oder Nelken, sind nicht nur
schmackhaft und aromatisch, sondern in hoher Dosierung auch
bewusstseinsverändernd. |
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Aphrodisische
Gewürze

Pfeffer, Senf,
Safran, Petersilie, Anis, Schnittlauch, Kresse, Bohnenkraut,
Muskatnuss, Nelken und Zimt.
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Besonders
wirksame Aphrodisiaka:
Kardamom
(Elettaria cardamomum)
Im Orient
tragen die aromatischen Kardamomsamen den viel versprechenden
Namen "Paradies-Samen". Sie enthalten viel
ätherisches Öl. Wein, Likör, Tee oder Kaffee erhalten
durch Zusatz von Kardamom eine wunderbar orientalische Note.
Ein gehäufter Teelöffel gemahlenen Kardamoms auf eine Tasse
Tee oder Mokka soll ausgesprochen anregend und aphrodisisch
wirken. Ein Becher heißer Milch mit Honig wird durch Zugabe
von Kardamom angeblich zu einem starken Liebesmittel.
In der Sexualmagie wird Kardamom bei Liebeszauber und
Ritualien zur sexuellen Anziehung unter das Räucherwerk
gemischt, im Medizinbeutel getragen oder in einen Apfelkuchen
eingebacken.
Wegen seines feurigen Geschmacks und des charakteristischen
Duftes ergibt Kardamom ein anregendes und erregendes
Aphrodisiakum.
Muskat
(Myristica fragrans)
Muskatnuss
und Muskatblüte sind seit dem 16. Jahrhundert in Europa wegen
ihrer eigentümlichen Würzkraft, aber besonders wegen der
berauschenden, anregenden Wirkung begehrte Gewürze. Sowohl in
Asien als auch in Europa wird die Muskatnuss als Aphrodisiakum
benutzt. Sie enthält ein anregendes berauschendes und
Liebesreize weckendes ätherisches Öl, dessen
Hauptbestandteil Myristicin die Ausgangssubstanz für die
Liebesdroge MDA darstellt.
Muskatnuss versetzt den Menschen in eine heitere
Stimmungslage, schärft die Sinne und hilft angeblich gegen
Gemütsleiden. Die Muskatblüte kann in Wein eingelegt als
Liebestrank genossen werden- schon der Volksmund sagt:
"Muskatnuss in Wein und du bist mein!" in vielen
orientalischen Rezepturen für die Herstellung von
berauschenden Liebeselixieren wird die folgende Gewürz-
Kombination angegeben: Muskat, Zimt, Kardamom, Nelke und
Ingwer zu gleichen Teilen, die Mischung kann mit Honig
gesüßt als Tee getrunken werden.
Sollten Sie
beim Genuss unsere Weihnachtselixiers
eine ähnliche
aphrodisierende Wirkung entdecken, so ist das kein Zufall:
Alle obigen Gewürze sind auch in unserem Elixier enthalten.
Pfeffer,
Basilikum, Ingwer und Paprika
steigern
die Durchblutung des Bauches und der Sexualorgane. Petersilie
und Sellerie wirken wassertreibend auf die Blase und reizend
auf die Geschlechtsorgane. Nelke hat eine entspannende Wirkung
und Safran soll sogar enthemmend wirken.
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Aphrodisische
ätherische Öle

Bohnenkraut,
Jasmin, Moschus, Muskatellersalbei, Neroli, Niaouli, Rose, Rosmarin,
Sandelholz, Vetiver, Ylang Ylang.
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Besonders
wirksame Aphrodisiaka
Damiana
(Turnera diffusa)
Bei fast
allen Indianerstämmen Mittel- und Südamerikas stellt Damiana
eine seit alters her bekannte und geschätzte Medizin dar. Sie
gehörte zu den wichtigsten Heil- und Zauberkräutern der Maya
gegen Asthma und wurde erst im 17. Jahrhundert nach Europa
eingeführt.
Die Blätter enthalten ein aus Cineol, Cymol und Pinen
bestehendes ätherisches Öl. Der Gebrauch dieser indianischen
Heilpflanze als Aphrodisiakum ist uralt, auch im heutigen
Mexiko trägt sie den Namen "Hemdauszieher".
Empfohlen wird, einen "Liebeslikör" aus zwei
Handvoll Kraut mit einer Flasche Rum oder Wodka anzusetzen.
Als Tee getrunken wird Damiana zu einem stärkenden,
euphorisierenden und erwärmenden Tonikum. Aus 3 Teilen
Damiana mit 2 Teilen Pfefferminzblättern und 1 Teil Orangenblüten
erhält man einen tonisierenden Tee, der außer der Lust auch
das Gehirn, Herz und Kreislauf stärken soll.
Die
Kolanuss (Cola nitida)
stellt seit
alters her das wichtigste Zauber- und Genussmittel dar. Nach
wie vor gelten sie in Afrika als Speise der Götter, weil sie
lustfördernd und stimulierend wirken. Wegen ihres hohen
Koffeingehalts werden Kolanüsse zur Herstellung von
anregenden Erfrischungsgetränken verwendet. Sie wirken
stimmungsaufhellend und führen bei manchen Menschen zu
euphorischen Zuständen.
Um den aphrodisierenden Effekt möglichst gut auszunutzen,
werden die Kolanüsse im frischen Zustand gekaut. |
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Aphrodisische
Nahrungsmittel

Austern, Eier, Esskastanie, Gurke,
Kaviar, Knoblauch, Melonen, Nüsse, Rettich, Sellerie, Spargel, Tomaten,
Zwiebeln
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