Knoblauch
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© Peter Sommer

März 2005

 

 

 


Unsere Heilpflanze des Monats 

Der Knoblauch - Allium sativum

Knoblauchpräparate gehören bei uns seit langem zu den am häufigsten verwendeten Arzneimitteln, weil sie wegen ihrer lipidsenkenden Wirkung das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen verringern sollen.

 

Die Heilpflanze

Der Knoblauch gehört zu den Liliengewächsen und stammt wahrscheinlich aus Zentral- Ostasien. Seine Geschichte lässt sich bis 1550 v. Chr. zurückverfolgen. 
Für die Bauarbeiter der Ägyptischen Pyramiden war er ebenso unverzichtbar wie bei der ersten Olympiade in Griechenland als Dopingmittel. 1858 konnte Pasteur seine antibakterielle Wirkung nachweisen.

Aus der Knoblauchzwiebel wächst im Frühjahr ein bis zu 1 Meter hoher Schaft, die Blätter sind breitlineal und zugespitzt. Der Knoblauch blüht von Juni bis August, die Blüten sind steril und in einer Dolde angeordnet mit ringsherum etwa 20 Brutzwiebeln, die für die Verbreitung sorgen. Im Boden entwickelt sich die weiße bis violette Zwiebel bis zu einem Durchmesser von 4 cm. Um die eiförmige Hauptzwiebel sitzen die Nebenzwiebeln, Knoblauchzehen genannt.

 

Die Knoblauchzwiebel- Inhaltsstoffe

Arzneilich verwendet wird die frische Knoblauchknolle. Der Knoblauch mit dem höchsten Alliin- Gehalt wächst in China. Im Mai bis Juni ist dort Erntezeit, dann werden die geernteten Zwiebeln gewaschen, geschnitten und schonend getrocknet.

Die Hauptwirkstoffe der frischen Knoblauchzwiebel sind die Aminosäure L-Alliin  und das Enzym Alliinase, das aus Alliin den Wirkstoff Allicin  freisetzt.  Außerdem enthält der Knoblauch Vitamin A , B1, Nicotinamid  und Vitamin C, außerdem Hormone und Fermente sowie Jod und Spuren von Uran.

 

Wirkung

Entscheidend für die medizinische Wirksamkeit des Knoblauchs ist die Herstellungsmethode, weil davon die Zusammensetzung und der Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen abhängig ist. Verantwortlich für die Wirkung des Knoblauchs ist das Allicin.

Aus der Knoblauchzwiebel kann als Ausgangsstoff für Medikamente Trockenpulver, Ölmazerat, ätherisches Öl oder Presssaft gewonnen werden.

Knoblauchzwiebelpulver wird durch schonende Trocknung der frischen Knoblauchzwiebel ohne Zerstörung der Zellstruktur hergestellt und enthält die ursprünglichen Wirkstoffe der Pflanze Alliin und Alliinase in einer Form, die die Bildung des wirksamen Allicin ermöglicht.
Ölmazerate gewinnt man aus der zerkleinerten Knoblauchzwiebel durch Extraktion mit Pflanzenöl, ätherisches Öl durch Wasserdampfdestillation. Weder in Ölmazeraten noch im Ätherischen Öl findet man Alliin oder Allicin un der Presssaft enthält lediglich deren Abbauprodukte.

Knoblauch wird wegen seiner Wirkung auf arteriosklerotische Plaques, auf die Gefäßelastizität und die Fließfähigkeit des Blutes zur vorbeugenden Behandlung der Arterienverkalkung eingesetzt. Außerdem besitzt der Wirkstoff Allicin antibiotische Eigenschaften.

Bei der Entstehung der allgemeinen Arteriosklerose spielen das Cholesterin und die freien Radikale eine entscheidende Rolle. Knoblauch vermindert die Bildung freier Radikale und bewirkt eine deutliche Hemmung der Lipidperoxidation. Die Senkung der Blutspiegel von Cholesterin und Triglyzeriden wurde durch klinische Studien bewiesen. Außerdem wurden eine blutdrucksenkende  und bei längerer Anwendung eine herzschützende Wirkung beobachtet.
Durch seine gefäßerweiternde Wirkung verbessert der Knoblauch die Fließfähigkeit des Blutes. Außerdem vermag der Knoblauch, die Thrombozyten- Aggregation zu hemmen.
Bei den meisten Verwendern von Knoblauchzwiebelpulver wurde eine rasche Besserung des Allgemeinbefindens festgestellt.

 

Dosierung und Anwendung:

Wer frischen Knoblauch essen möchte, der sollte 2 bis 3 mal täglich eine Knoblauchzehe essen.
Die Kommission E des Bundesgesundheitsamtes empfiehlt als mittlere Tagesdosis ein Äquivalent von 4,0g Frischknoblauch. Die neuesten Studien beruhen auf einer täglichen Dosierung von 600mg bis 900mg Knoblauchpulver entsprechend 1,8 bis 2,7g Frischknoblauch. 

Zwei mal täglich 1 Dragee Kwai forte® entspricht diesen Anforderungen.

 

Neben- und Wechselwirkungen

In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen oder auch zu Magen- Darmbeschwerden kommen. Darum empfiehlt es sich, Knoblauchpräparate nicht auf nüchternen Magen einzunehmen. Aufgrund der gefäßerweiternden Wirkung ist eine leichte Blutdruck- Senkung möglich.

Wechselwirkungen: Aufgrund der Blutdruck senkenden Eigenschaften kann die Wirkung blutdrucksenkender Medikamente verstärkt werden. Ebenso ist auch eine Verstärkung gerinnungs- hemmender Mittel möglich.

Wir empfehlen 2 bis 3 mal täglich 1 Dragee 
Kwai forte

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