Heuschnupfen
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Oktober 2008

 

 

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Was ist eigentlich Heuschnupfen?

 

Mindestens 9 Millionen Menschen, das sind ca. 15% der Bevölkerung  leiden in Deutschland unter Heuschnupfen. Ausgelöst wird die Erkrankung nicht durch Heu sondern durch Blütenstaub. Der Arzt sprich von einem durch Pollen ausgelösten allergischen Schnupfen, der jahreszeitlich zur Blüte bestimmter Pflanzen auftritt. Bei vielen Patienten ist der Heuschnupfen mit allergischer Bindehautentzündung und tränenden brennenden Augen verbunden. Grundlage des Heuschnupfens ist die Bereitschaft des Körpers, allergisch zu reagieren, diese Veranlagung, gegen normalerweise harmlose Stoffe allergisch zu reagieren, wird häufig vererbt. 

 

Was passiert beim Heuschnupfen?

Der Körper bildet Antikörper als sinnvolle Reaktion auf von ihm als fremd erkannte Stoffe oder Bakterien und Viren. Hierdurch kann der Körper die Erreger erkennen und gezielt bekämpfen. Bei Allergien jedoch werden unverhältnismäßig viele Antikörper gegen relativ harmlose Stoffe gebildet. 
Die Antikörper haften in der Nasenschleimhaut und Augenbindehaut an den Mastzellen. Beim erneuten Kontakt der Schleimhaut mit den Blütenpollen wird die allergische Reaktion in Gang gesetzt: Die Pollen passen zu den Antikörpern wie ein Schlüssel ins Schloss, sie verbinden sich und bringen die Mastzellen zum Platzen, wodurch der körpereigene Stoff Histamin freigesetzt wird. Das freigesetzte Histamin verursacht die typischen Heuschnupfen-Symptome an Nase und Augen.

Warum sollte Heuschnupfen unbedingt behandelt werden?

Bei der Behandlung des Heuschnupfens geht es zwar in erster Linie darum, schnell und zuverlässig die lästigen Symptome zu beseitigen, aber man weiß heute auch, dass der unbehandelte Heuschnupfen auch Folgen haben kann.

Eine wichtige Aufgabe der feinen Härchen in der Nasenschleimhaut ist das Herausfiltern von schädlichen Stoffen aus der Atemluft. Durch die Erkrankung ist diese Filterfunktion ständig beeinträchtigt und deshalb können Fremdstoffe wie Pollen leichter in die tieferen Atemwege eindringen und hier ihr Unwesen treiben. Es droht die Entwicklung eines allergischen Asthmas mit seinen Folgen, man spricht von einem Etagenwechsel der allergischen Entzündung, der bei einem Drittel der Heuschnupfenpatienten im Laufe der Zeit auftritt. Durch konsequente Behandlung, zum Beispiel der Inhalation mit Cromoglicinsäure, kann man den Asthma-Anfällen wirksam vorbeugen. Auf jeden Fall sollte man bei Atembeschwerden einen Arzt aufsuchen.

Viele Heuschnupfenpatienten kriegen längere Zeit keine Luft durch die Nase und atmen hauptsächlich durch den Mund. Dadurch fällt nicht nur die Filterfunktion der Nase weg, auch die Nebenhöhlen werden nicht mehr richtig belüftet. Krankheitserreger können sich dadurch besser vermehren, es droht eine Neben- oder Stirnhöhlenentzündung, die mit starken Kopfschmerzen einhergeht.

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