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Privilegierte
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am Markt
© Peter Sommer
September 2009
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Modellbahn-Verkauf
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Sie tut nicht weh, und der Hausarzt
resigniert, weil er keine körperliche Ursache findet.
Vier Millionen Bundesbürger werden von innerer Lähmung, Angst,
Niedergeschlagenheit, Müdigkeit, Freud-, Hoffnungs-, Rat- und
Hilflosigkeit geplagt, ein Großteil von ihnen legt in höchster
Verzweiflung Hand an sich. Leider wird die Krankheit Depression noch immer
in ihrer Schwere unterschätzt.
Auch in diesem Winter rechnet man mit 10 Prozent mehr Depressionen als in
den restlichen Jahreszeiten. Denn dann hält die sogenannte
Winter-Depression wieder Tausende von Menschen unbarmherzig im Griff.
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Winter-Depression ist keine Einbildung,
sondern eine missverstandene Krankheit bisweilen mit tödlichem Verlauf
nicht nur durch Suizide, sondern Depressionen verdoppeln auch das Risiko,
an einer bestehenden Herzerkrankung zu sterben.
Auch die Winterdepression ist geprägt von innerlicher Versteinerung,
Gefühlsverlust und Freudlosigkeit.
Während jedoch normale Depressionen mit Appetit- und Schlaflosigkeit
einher gehen, verspüren Winter-Depressive hingegen einen ungeheuren
Heißhunger auf Süßigkeiten sowie ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis,
das jedoch keine Erholung bringt.
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Winter-Blues
Man sollte aber die
Winter-Depression nicht gleichsetzen mit dem Winter-Blues, jener
jahreszeitlich bedingten Verstimmung und Melancholie, die uns an trüben
Tagen heimsucht und als vergänglich anzusehen ist.
Drohen sich üble Gedanken aber festzusetzen, sollte unbedingt ein Arzt
aufgesucht werden; denn die Winter- Depression ist meist Anzeichen für
eine verborgene, weniger ausgeprägte Depression, die aber zu 80% gut
behandelbar ist.
Die saisonal abhängige Depression (SAD) wird derzeit erklärt mit durch
Lichtmangel erhöhter Ausschüttung des schläfrig machenden Melatonins
und gleichzeitige Senkung des Stimmungsaufhellers Serotonin, den man auch
z.B. in der Schokolade findet und dadurch den Heißhunger erklärt.
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Mehr
Ruhe im Winter
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Während die Menschen
früher durch diese Botenstoff- Regulation zur Winter-Ruhe gezwungen
wurden, wird dieses Bedürfnis von der heutigen Leistungsgesellschaft
unterdrückt und die Signale der Seele nach Licht überhört.
In vielen psychiatrischen Einrichtungen wird deshalb mit Lichtduschen
therapiert, die über die Augen aufgenommen die Verfügbarkeit von
Serotonin und Melatonin innerhalb weniger Wochen normalisieren können.
Statt einer
künstlichen Lichttherapie sollte aber lieber einem einstündigen
Spaziergang an der frischen Luft der Vorzug gegeben werden, da selbst ein
bedeckter Himmel mehr Helligkeit aufweist als eine künstliche
Lichtquelle. Außerdem wirkt sich die Bewegung bei Depressionen äußerst
positiv aus.
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Medikation
und Selbstmedikation
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Bei der medikamentösen
Therapie haben sich Medikamente bewährt, die Serotonin und Noradrenalin
verfügbar machen oder verstärken.
Auch Johanniskraut-Extrakte
wirken sich nachweislich bei Depressionen sehr günstig aus. Empfohlen
wird eine Tagesdosis von 600mg bis 900mg. (Neuroplant aktiv®, Laif 900®) Wenn man
an mehreren aufeinander folgenden Wintern unter denselben depressiven
Symptomen leidet, sollte man einen Arzt aufsuchen.
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