Arnika
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Privilegierte
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© Peter Sommer

März 2005

 

 

 

Vom Aussterben bedroht:
Die Arzneipflanze des Jahres 2001
 

Arnika (Arnica montana)

Die Arnika ist vom Aussterben bedroht. Sie steht deshalb streng unter Naturschutz. Bitte respektieren Sie das und verzichten Sie auf Großmutters Arnika- Spiritus aus selbst gesammelten Pflanzen!

Dort, wo die Arnika zuhause ist, nämlich hoch oben in der Bergwelt, wo sie mit ihren leuchtend gelben Blüten die Bergwiesen schmückt, wird die Arnika wegen ihrer besonderen Heilwirkung im Volksmund auch Bergwohlverleih, Fallkraut, Gemsblume, Kraftwurz, Stichkraut oder Wolfsblume genannt. 
Die Arnica montana lässt sich nicht gewinnbringend anbauen und ihre Wildbestände sind fast aufgebraucht. Deshalb ist neuerdings die ihr sehr ähnliche Wiesenarnika, die sich leichter anbauen lässt, als Drogenlieferant zugelassen.

Vor der innerlichen Anwendung der Arnika muss sehr deutlich gewarnt werden: Es kann nach der Einnahme von Arnika- Zubereitungen zu bedrohlichen Herzschäden sowie Magen- und Darmentzündungen kommen!

Heute wird die Arnika nur äußerlich angewandt. Die Arnika regt den Flüssigkeitsstrom im Bereich des Bindegewebes an und fördert den Heilungsprozess. Als wichtiges Wundkraut kann sie das Gewebe regenerieren und eignet sich zur Behandlung aller stumpfen Verletzungen, die durch Stoß oder Fall entstanden sind. Bei Blutergüssen, Zerrungen, Prellungen und Quetschungen wirkt sie entstauend und schmerzlindernd.

bei Schwellungen:
feuchte Arnika- Umschläge
Sie bringen bei allen Schwellungen, die durch Sportunfälle, nach Verstauchungen, Verrenkungen, Zerrungen, Quetschungen oder auch nach Knochenbrüchen auftreten und meist sehr schmerzhaft sind, rasche Linderung. Ein zimmerwarmer bis kühler Arnika-Umschlag hat eine durchblutungsfördernde Wirkung, so dass Blutergüsse dadurch schneller resorbiert werden und Unterschenkelgeschwüre besser heilen. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Arnika-Umschläge zuzubereiten:

Arnika-Tee für Umschläge:

Zubereitung: 1 gehäuften Teelöffel Arnikablüten mit ¼ Liter siedendem Wasser übergießen, 5 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen, abseihen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Anwendung: Mit dem warmen Tee mehrlagigen Verbandmull tränken, den Mull auf die Schwellung oder Wunde legen und mit einer Mullbinde umwickeln. Achten Sie darauf, dass der Verband luftdurchlässig bleibt. Ist die Flüssigkeit verdunstet, kann man den Verband erneut befeuchten, ein Verbandswechsel ist nicht erforderlich.

Arnika-Tinktur für Umschläge:

Die Arnika-Tinktur bekommen Sie in Ihrer Apotheke. 1 Teelöffel dieser Tinktur geben Sie in eine Schüssel mit ¼ Liter zimmerwarmem Wasser.

Arnika-Salbe
aus Ihrer Apotheke ist wirksam bei Venenleiden, Rheuma, Ischias, Hexenschuss und stumpfen Sportverletzungen. Wir beraten Sie gern!

Vorsicht vor Allergien!

Es gibt Menschen, die auf Arnika oder Korbblütler allgemein allergisch reagieren. Die behandelten Stellen röten sich oder beginnen zu jucken, im schlimmsten Fall mit Bläschenbildung. Bei solchen Reaktionen ist die Behandlung sofort abzubrechen.

 

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