Aphrodisiaka
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© Peter Sommer

Oktober 2008

 

 

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Pflanzen der Verführung



Aphrodisiaka, benannt nach der griechischen Liebesgöttin Aphrodite sind Pflanzen, Nahrungsmittel und Gewürze, denen man eine anregende Wirkung auf das Liebesleben nachsagt. Die Aphrodisiaka haben eine lange Geschichte, zu allen Zeiten und Kulturen versuchten die Menschen, Liebesbegehren zu entfachen, wobei Mythologie und Aberglaube eine ebenso große Rolle spielten wie das Wissen um die anregende Wirkung pflanzlicher Stoffe. Einige Inhaltsstoffe wirken z.B. auf den Hormonhaushalt, in dem das Glückshormon Serotonin erheblich unsere Gefühlslage mitbestimmt, durch andere wird der Blutdruck gesteigert, wodurch man sich vitaler fühlt. Auch beruhigende und entspannungsfördernde Wirkungen von Pflanzen können das Liebesleben positiv beeinflussen. Damit lassen sich wohltuende "Zaubermittelchen" wie anregende Speisen und Getränke, entspannende Tees und stimulierende Duftöle herstellen.

Wie wirken Aphrodisiaka?

Aphrodisiaka können

durch konzentrierte Nährstoffe und Vitamine Kraft geben und anregen

die Blase und Niere reizen und somit Einfluss auf die Sexualorgane nehmen,

die Bauchorgane besser durchbluten und dadurch indirekt auf die Sexualorgane wirken,

die Entspannung und damit die Bereitschaft zur Erotik fördern,

durch Düfte das Bewusstsein vorbereiten,

durch ihre Form an Sexualorgane erinnern und dadurch psychisch wirken.

Entscheidend ist bei den Aphrodisiaka auch die Art und Weise wie sie verwendet werden.

Aphrodisische Pflanzen

Zu den Aphrodisischen Pflanzen werden unter anderem Nachtschattengewächse (giftig!), Ginseng, Brennnessel (äußerlich), Hanf, Eisenkraut, Galgant, Aronsstab (giftig!), Rosmarin und Mannstreu gezählt.

Besonders wirksame Aphrodisiaka:

Galgant (alpinia officinarum)

Der Galgant ist eine dem Ingwer verwandte Pflanze mit scharfem Geschmack. Der Wurzelstock des Galgant "erregt (nach einem Buch der Volksmedizin im Jemen) die Leidenschaft und regt den Samenfluss an". "Wenn man einen Teil des Wurzelstocks kurze Zeit im Mund behält, bewirkt das starke Erektionen". In Indonesien wird die Galgantwurzel allen stimulierenden, lebensverlängernden und liebesfördernden Mitteln zugesetzt. Die Heilkundigen empfehlen, den heißen aufsteigenden Dampf der frisch aufgebrühten Wurzel zu inhalieren.

Im Buch "Volkserotik und Pflanzenwelt" heißt es: "Wenn man die Galgantwurzel verspeist oder auf die Genitalen legt, ist ein ununterbrochener, zwölfmaliger Beischlaf möglich." Galgant besitzt Hitze, kann den Körper erwärmen und die Geschlechtslust zum Wallen bringen. Aus ½ Teelöffel der pulverisierten Wurzel und 1 Tasse kochendem Wasser bereitet man einen aromatischen Aufguss (10 Minuten ziehen lassen und langsam trinken).

Muira puama (Ptycopetalum olacoides)

ist berühmt für seine aphrodisischen Eigenschaften. Die Rinde und das Holz des tonisierenden Muira Puama- Baumes gehören seit Jahrhunderten zu den besten Arzneien der südamerikanischen Indianer. Vor allem das extrem harte Holz ist weltweit unter dem Namen "Potenzholz" bekannt. Zur Beseitigung erotischer Verklemmungen oder Traumata, zur Steigerung des Lustempfindens oder zur Stärkung der Potenz werden Innenrinde und geraspeltes Holz von indianischen Medizinkundigen verwendet. Die alkoholischen Auszüge des Potenzholzes wirken am intensivsten.

Sabalpalme (Serenoa serrulata)

auch Sägepalme genannt. Die duftenden schwarzen Sabalfrüchte werden weltweit als Aphrodisiaka oder als Zusatz zu stimulierenden Liebestränken und Elixieren verwendet. Schon die nordamerikanischen Indianer kannten die anregende Wirkung der Früchte auf die Libido. Sie stärken und tonisieren das Sexualsystem, fördern die Durchblutung der Genitalien und werden bei verschiedenen Leiden als wirkungsvolle Medizin verordnet.
Heute sind Extrakte aus den Früchten der Sägepalme Bestandteil wirksamer Arzneimittel gegen Prostata- Beschwerden.
Die aphrodisischen Eigenschaften entfalten ihre Wirkung angeblich am besten, wenn man einen Schnaps ansetzt. Dazu wird empfohlen, eine Handvoll Sabalfrüchte mit einer Handvoll Damianablätter, 2 Vanilleschoten, 4 Zimtstangen, 2 Esslöffel Jasminblüten, etwas Galgant und Muskatblüte zu vermischen. Das ganze lässt man mit 1 Flasche weißen Rum angesetzt zwei Wochen lang ziehen.
Das Ergebnis ist ein herrlich aromatischer Schnaps, von dem man täglich ein Gläschen einnehmen sollte.

Auch in der Homöopathie werden Sabal-Präparate 
(Sabal serrulatum) als Aphrodisiaka eingesetzt.

 

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