Anwendung
und Wirkung
Es war Sebastian Kneipp, der erstmals die Wacholderbeeren bei Rheuma und
Gicht empfohlen hat, und seitdem wird die Kneipp Wacholderbeer-Kur in der
Volksmedizin angewandt.
Die Wacholderbeeren wirken wassertreibend. Der wichtigste Wirkstoff der
Wacholderbeeren ist das kompliziert zusammengesetzte ätherische Öl. Ein
Teil der Wirkstoffe, nämlich alpha- und beta-Pinen, können die Nieren
stark reizen.
Trotz guter Erfahrungen mit der Anwendung bei chronischem Rheuma und als
Mittel zur Erhöhung der Wasserausscheidung beurteilt das Gesundheitsamt
die Wacholderbeeren skeptisch und empfiehlt sie nur zur Behandlung von
Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl.
Es gibt viele
wassertreibende Teemischungen, die Wacholderbeeren enthalten, wir
empfehlen Ihnen folgenden Tee:
Fructus Juniperi
(Wacholderbeeren) 10,0
Radix Levistici (Liebstöckelwurzel) 10,0
Radix Ononidis (Hauhechelwurzel) 10,0
Radix Liquiritiae
(Süßholzwurzel)
10,0
Anwendung: 2 gehäufte
Teelöffel dieser Mischung mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10
Minuten ziehen lassen.
Nach dem Abkühlen abseihen und täglich 1 bis 2 Tassen trinken.