Spitzwegerich
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Aus unserem Kräutergarten

Der Spitzwegerich

 

Die Arzneipflanze - Plantago lanceolata

Der Spitzwegerich wächst überall, auf Feldern, an Wegrändern. Er hat  zwei Geschwister: den Breitwegerich und den Mittleren Wegerich. Alle drei finden arzneiliche Verwendung, bevorzugt aber der Spitzwegerich.
Der Spitzwegerich ist eine robuste ausdauernde Pflanze mit kräftigem Wurzelstock. Er blüht im Mai bis September, in dieser Zeit werden auch die offizinellen Blätter gesammelt.

 

Die Teedroge- Herba Plantaginis

Obwohl der Spitzwegerich sehr häufig vorkommt, stammt die Arzneidroge hauptsächlich aus Kulturen, meist aus Osteuropa oder den östlichen Bundesländern. Am besten werden die frischen Blätter kurz vor der Blütezeit geerntet.
Sowohl in der Volksmedizin z.B.  als Frischsaft zur Blutreinigung als auch in der Schulmedizin als Hustenmittel ist Spitzwegerich ein anerkanntes Heilmittel.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Wirkstoffe dieser Droge sind Schleim, Bitterstoffe, Kieselsäure und das Glykosid Aucubin. In neuer Zeit hat man antibiotische wirksame Stoffe im Spitzwegerich gefunden. Deshalb ist der Spitzwegerich besonders bei fiebrigen Lungen- und Bronchialleiden besonders wirksam, sowohl als Tee als auch in Form von Hustensäften.
Das Bundesgesundheitsamt erkennt den Spitzwegerich als wirksam bei Katarrhen der oberen Luftwege an.

 

Anwendung als Hustentee

1 bis 2 Teelöffel der geschnittenen getrockneten Blätter werden mit 250ml kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten ausgezogen. Süßen mit Honig ist empfehlenswert, 2 bis 3 Tassen täglich, die erste morgens vor dem Aufstehen, sind die richtige Dosierung.

 

In der Homöopathie

verwendet man den Breitwegerich (Plantago major), und zwar nicht gegen Husten sondern bei Zahn- Ohrenschmerzen und Neuralgien als Urtinktur bis zur Verdünnung D3. Dosierung mehrmals täglich 5 bis 15 Tropfen.

 

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