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Die Heilpflanze: Carum carvi

Der Kümmel ist wie Anis und Fenchel ein Doldenblütler, er blüht im Mai bis Juni mit kleinen weißen Einzelblüten und ist in Mitteleuropa auf Wiesen und an Wegrändern weit verbreitet. Der arzneilich verwendete Kümmel stammt aber aus Kulturen.

Die Teedroge: Fructus Carvi

Wenn im September die kleinen sichelförmigen Früchte braun werden, schneidet man die Dolden ab und hängt sie zum Nachtrocknen auf. Die Früchte enthalten wie Anis und Fenchel auch ätherisches Öl. Das Öl selbst gewinnt man aus frischen zerquetschten Früchten.
Inhaltsstoffe: Der wichtigste Inhaltsstoff des Kümmels ist das ätherische Öl, das zu 60% aus Carvon besteht.
Wirkung und Anwendung: Die Kümmelfrüchte sind das beste pflanzliche Karminativum (Mittel gegen Blähungen) und deshalb in vielen Präparaten häufig zusammen mit Anis und Fenchel  zu finden. Die Mischung aus gleichen Teilen Anis, Fenchel und Kümmel hat sich als "Blähungstreibender Tee" hervorragend bewährt. Zusammen mit Brennnesselblättern wird diese Mischung für stillende Mütter zur Anregung der Milchbildung verwendet.
 

Zubereitung: 1 gehäufter Teelöffel zerdrückter Kümmelfrüchte wird mit 1/4 l kochendem Wasser überbrüht und nach 10 Minuten abgeseiht. Dann soll der Tee warm schluckweise getrunken werden. Blähungen und krampfartige Magen- und Darmbeschwerden lassen sich auf diese Weise schnell beseitigen.

Arzneimittel: Carminativum Hetterich, Anis-Fenchel-Kümmel-Tee von Sidroga oder S&H.

 

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