Kamille
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Aus unserem Kräutergarten

Die Heilpflanze- Matricaria chamomilla

Eine der bekanntesten und beliebtesten Heilpflanzen ist die Kamille. Sie ist eine anspruchlose Pflanze, die in fast ganz Europa auf Äckern und an Wegrändern wächst. Ihre Blütenköpfchen bestehen aus einem Kranz weißer Strahlenblüten und etwa 400 bis 500 röhrenförmiger Scheibenblüten.

Die Teedroge- Flores Chamomillae

Gesammelt werden von der Kamille die Blütenköpfchen ohne den Stiel. Das Blütenköpfchen der echten Kamille hat einen hohlen Blütenboden. Der beste Zeitpunkt zum Sammeln ist der 3. bis 5. Tag nach dem Aufblühen, dann sind die meisten Wirkstoffe ausgebildet.

Wirkstoffe: Der wichtigste Bestandteil der Kamille ist das ätherische Öl, das wegen seiner blauen Farbe Azulen heißt und unter anderem Chamazulen und Bisabolol enthält.

Wirkung und Anwendung: Kamille wird innerlich und äußerlich angewandt, innerlich bringt Kamille bei akuten Magenbeschwerden rasche Linderung und beruhigt. Bei chronischen Entzündungszuständen der Magenschleimhaut, sogar bei Magengeschwüren ist eine Kur mit 3 Tassen ungesüßtem Kamillentee täglich zu empfehlen. Bei nervösen Magenbeschwerden ist eine Mischung mit Melisse erfolgversprechend.

Äußerlich wird die Kamille wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung bei schlecht heilenden Wunden genutzt. Bäder und feuchte Kamillen-Umschläge haben sich ebenso bewährt wie Spülungen bei entzündeter Mund- und Rachenschleimhaut. Auch zur Behandlung von chronischem Schnupfen und Schleimhautentzündungen der Nase und Nebenhöhlen sind Kamillen- Dampfbäder sehr geeignet.

Zubereitung des Kamillentees: 1 bis 2 gehäufte Teelöffel Kamille mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen und nach 10 Minuten abseihen. Man soll Kamillentee gut warm trinken, aber nicht heiß.

Nebenwirkungen: In richtiger Dosierung ist Kamille ungiftig, jedoch kann Dauergebrauch als Haustee zu Schwindel, Bindehautentzündung oder nervöser Unruhe führen.

Arzneimittel: Kamillosan, Sidroga Kamillentee.

 

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