Wirkstoffe: Der wichtigste Bestandteil der
Kamille ist das ätherische Öl, das wegen seiner blauen Farbe Azulen heißt und
unter anderem Chamazulen und Bisabolol enthält.
Wirkung und Anwendung: Kamille wird innerlich
und äußerlich angewandt, innerlich bringt Kamille bei akuten Magenbeschwerden
rasche Linderung und beruhigt. Bei chronischen Entzündungszuständen der
Magenschleimhaut, sogar bei Magengeschwüren ist eine Kur mit 3 Tassen
ungesüßtem Kamillentee täglich zu empfehlen. Bei nervösen Magenbeschwerden
ist eine Mischung mit Melisse erfolgversprechend.
Äußerlich wird die Kamille wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung bei
schlecht heilenden Wunden genutzt. Bäder und feuchte Kamillen-Umschläge haben
sich ebenso bewährt wie Spülungen bei entzündeter Mund- und
Rachenschleimhaut. Auch zur Behandlung von chronischem Schnupfen und
Schleimhautentzündungen der Nase und Nebenhöhlen sind Kamillen- Dampfbäder
sehr geeignet.
Zubereitung des Kamillentees: 1 bis 2 gehäufte
Teelöffel Kamille mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen und nach 10 Minuten
abseihen. Man soll Kamillentee gut warm trinken, aber nicht heiß.
Nebenwirkungen: In richtiger Dosierung ist
Kamille ungiftig, jedoch kann Dauergebrauch als Haustee zu Schwindel,
Bindehautentzündung oder nervöser Unruhe führen.
Arzneimittel: Kamillosan, Sidroga Kamillentee.