Arzneilich wird das Kraut ohne die Wurzeln verwendet, es wird um Johanni
(24.Juni)geerntet, wenn es voll erblüht ist.
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Hypericin,
Hyperfolin und viele andere.
Wirkung und Anwendung: Die Inhaltsstoffe in
ihrer Gesamtheit regen die Verdauungsorgane an und tonisieren den Kreislauf, sie
üben eine leicht beruhigende Wirkung aus und beeinflussen depressive Zustände.
Nach 4 bis 6wöchiger Anwendung ist eine deutliche Verbesserung der
Stimmungslage zu erkennen und deshalb wird Johanniskraut auch als pflanzliches
Antidepressivum bezeichnet. Es wirkt nicht so stark, dass man schwere
Depressionen damit behandeln kann, aber sonst kann es die chemischen Mittel
weitgehend ersetzen. Auch vegetative Dystonie und Bettnässen kann man mit
dieser Heilpflanze behandeln.
Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel Johanniskraut werden mit ¼ l
Wasser
übergössen und zum Sieden erhitzt, nach wenigen Minuten seiht man ab. 2 bis 3
mal täglich eine Tasse ist die richtige Dosierung. Die Kur sollte über mehrere
Wochen durchgeführt und dabei das pralle Sonnenlicht gemieden werden.