Brennnessel
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Aus unserem Kräutergarten

Die Heilpflanze: Urtica dioica

Die Pflanze selbst an dieser Stelle zu beschreiben erübrigt sich. Sie ist wohl das am stärksten wirksamste blutreinigende Kraut. Sie treibt Gifte aus dem Körper, indem sie Stoffwechselschlacken löst und gleichzeitig die Nieren zu vermehrter Wasserausscheidung anregt. Darüber hinaus putzt Brennnesseltee auch den gesamten Verdauungstrakt und aktiviert die Abwehrkräfte.

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, ein Nesselgiftstoff in den Brennhaaren, Histamin, Acetylcholin, Ameisensäure, verschiedene Vitamine und Mineralien wie zum Beispiel Eisen.

 

Die Teedroge: Herba Urticae.

Als Teedroge wird das ganze Kraut verwendet.

Anwendung: Allein oder als Bestandteil von Teemischungen gegen Rheuma und Gicht, Galle- und Leberbeschwerden, als blutreinigende Frühjahrs- und Herbstkur.

Zubereitung und Dosierung: 2 gehäufte Teelöffel des getrockneten Krauts mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten kochen, abseihen und mäßig warm schluckweise trinken. Morgens und abends je 1 Tasse, höchstens aber 3 bis 5 Tassen pro Tag, über 4 bis 8 Wochen ist die richtige Dosierung. Überdosierung kann zu allergischen Reaktionen führen.

Auch äußerlich findet die Brennnessel spezielle Anwendung. Aus dem alkoholischen Auszug der Wurzeln oder des ganzen Krautes kann man ein Haarwasser herstellen, das den Haarboden stark durchblutet und Schuppen beseitigt.

Fertigarzneimittel: Sidroga Brennnesseltee Filterbeutel. Kneipp Brennnessel-Haarwasser.

Folgende Teemischung ist empfehlenswert bei Rheuma, degenerativen Gelenkerkrankungen oder bei Nieren- und Gallensteinen:

Brennnesselblätter 20 g
Löwenzahnwurzel 20 g
Schachtelhalm 10 g
Birkenblätter 5 g
Hagebutten mit Samen 5 g

Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Drei mal täglich eine Tasse über 6 Wochen wird empfohlen.

 

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