Mistel
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Aus unserem Kräutergarten

Die Arzneipflanze- Viscum album

Die Mistel, wohl bekannt aus den Asterix-Heften, ist ein kleiner reichlich verzweigter immergrüner Busch, der auf Nadelhölzern und besonders gern auf weichen Laubbäumen schmarotzt. Die Blütezeit ist im März bis April, die Beeren reifen im Dezember. Die Ernte geschieht bei Laubbäumen am besten im Spätherbst, wenn das Laub fehlt, dann erkennt man die Mistel als rundliche Nester auf den Bäumen.

Die Teedroge- Herba Visci albi

Für die Droge werden die beblätterten Zweigspitzen geerntet. Die günstigste Erntezeit ist von März bis April.

Inhaltsstoffe:
 Die Mistel enthält herzwirksame Viscotoxine, Cholin, Acetylcholin und Histamin, welche den Blutdruck beeinflussen, und weitere wirksame Begleitstoffe wie Saponine und Schleimstoffe. Welchen Inhaltsstoffen die Steigerung der Abwehrkräfte und die tumorhemmende Wirkung zugeschrieben werden kann, ist noch nicht nachgewiesen.

Wirkung und Anwendung: Die Mistel kann man zur Unterstützung der ärztlichen Therapie bei Bluthochdruck verwenden, man kann sie zusammen mit Weißdorn älteren Menschen empfehlen, um die Leistung eines müden Herzens zu verbessern und sie zur Stärkung des geschwächten Herzens in der Genesungsphase geben.

Zunehmende Bedeutung erlangt die Mistel in der Krebstherapie.

Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel Mistel mit 1/4 l kaltem Wasser übergießen und nach 10 bis 12 Stunden abseihen. Zwei Tassen pro Tag sind die richtige Dosierung.

Fertigarzneimittel: Asgoviscum, und in der Krebstherapie: Helixor und Lektinol

 

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