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aus
unserem Kräutergarten
Die
Heilpflanze des Jahres 2008 |
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Die
Heilpflanze: Calendula officinalis
Die Ringelblume ist
eine hübsche dekorative und anspruchslose Gartenpflanze, die seit
Jahrhunderten Bestandteil traditioneller Bauerngärten ist. Mit ihren
großen leuchtendgelben oder orangefarbenen Körbchenblüten und ihrem
üppig frischen Grün bildet sie in jedem Garten einen lebhaften
Farbtupfer. Diese unkomplizierte Blume blüht den ganzen Sommer von Mai
bis Oktober oder gar November, was ihr vermutlich den lateinischen Namen
"calendula" eingebracht hat. Bereits im Mittelalter wurde sie
gegen Hautunreinheiten eingesetzt und etwas später rühmte Albertus
Magnus (1193-1280) ihre Wirkung als Wundheilmittel. Auch Sebastian Kneipp
bestätigte dies und empfahl sie bei Krampfadergeschwüren, Wundliegen und
Hautschäden aller art.
Ihre Heimat sind die Mittelmeerländer, dort wird sie heute in großen
Kulturen für arzneiliche Zwecke angebaut.
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Flores
Calendulae: Droge & Inhaltsstoffe
Verwendet werden die
ganzen Blütenköpfe oder nur die Strahlenblüten ohne Kelche. Für ihre
gelbe bis orangerote Farbe ist der hohe Gehalt an Carotinoiden
verantwortlich, die mit dem Vitamin A verwandt sind. Carotinoide und
Vitamin A sind fettlösliche Verbindungen, die durch Zusatz von Ölen am
besten resorbiert werden. Sie sind für alle Funktionen des Organismus von
größter Bedeutung, besonders aber für die Sehkraft und die
Regenerationsfähigkeit der Haut.
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Anwendung:
Die Ringelblume kann
sowohl innerlich in Form von Tee als auch äußerlich als Umschlag,
Tinktur, Öl oder Salbe angewendet werden, wobei je nach Extraktionsart
verschiedene Inhaltsstoffe in Lösung gehen. Ringelblumenblüten werden
nur noch selten, oft nur als Schmuckdroge, für Tees gebraucht. Der Tee
hat eine krampflösende, galletreibende und blutreinigende Wirkung.
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Äußerliche
Anwendung:
Den Blütenblättern
der Ringelblume wird eine lokal entzündungshemmende Wirkung auf der Mund-
und Rachenschleimhaut sowie als Aufguss eine wundheilende Wirkung bei
Riss-, Quetsch- und Brandwunden attestiert. Tatsächlich fördern
Aufgüsse oder Umschläge mit den Ringelblumenblüten den Wundverschluss.
Auch die Tinktur kann so verwendet werden, man nimmt für Mundspülungen
oder Wundumschläge zwei Teelöffel Tinktur auf 1/4 Liter Wasser.
Kosmetische
Anwendung: Aufgrund der Fähigkeit der Ringelblume, die Haut zu
pflegen und geschädigte Haut zu heilen, sind Ringelblumenblüten häufig
Bestandteil in kosmetischen Salbe, Hautcremes und Gesichtswässern.
In Form einer reinen
Pflanzenöl-Seife ist die Ringelblume in der Lage, den
Säureschutzmantel und die Regenerationsfähigkeit der Haut schon
innerhalb 20 Minuten wieder herzustellen.
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Ringelblumensalbe
Die gebräuchlichste
und in ihrer Wirkung überzeugendste Zubereitung der Ringelblume ist die
Salbe. Sie hat eine lange Tradition und wurde früher in jedem
Bauernhaushalt selbst hergestellt. Nach dieser Tradition wird die
Ringelblumensalbe mit Schweineschmalz hergestellt. Nur so können die
Wirkstoffe der Ringelblume nachweislich am besten in die Haut eindringen.
Ringelblumensalbe ist ein vielseitiges Mittel bei Wunden, Hautproblemen,
venösen Stauungen, Krampfadern sowie beim Wundliegen. Sie beschleunigt
die Heilung, fördert die Granulation, hemmt Entzündungsprozesse und hat
gegenüber Staphylokokken und Streptokokken bakterizide Eigenschaften.
Außerdem regt die Salbe die Durchblutung an und macht die Haut
widerstandsfähiger. Die Wirkung tritt erstaunlich rasch ein,
Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
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