Pfefferminze
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aus unserem Kräutergarten

Die Arzneipflanze: Mentha piperita

Sie zählt zu den beliebtesten Magen-, Darm und Gallemitteln.

Die echte Pfefferminze, Mentha piperita, wird zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler gezählt, ist eine Kreuzung aus der Grünen Minze (Mentha spicata) und der Wasserminze (Mentha aquatica). Dieser Bastard tauchte erstmals in England in einer Kultur der Grünen Minze auf.
Mentha piperita wird ca. 90 cm hoch und besitzt wie alle Lippenblütler einen vierkantigen Stängel, an dem die eiförmige Blätter kreuz- gegenständig angeordnet sind. Wir bei allen Lippen- blütlern enthalten die Stängel ätherische Öle, und die ganze Pflanze mit ihren weißlichen Lippenblüten duftet angenehm.

Die Teedroge- Folia Menthae piperitae

Eine besondere Stellung unter Heilkräutern für Magen und Darm nimmt die Pfefferminze ein. Ihre Wirkung beruht auf ihrem ätherischen Öl, das in isolierter Form mit dem Hauptwirkstoff Menthol auch bei Erkältungskrankheiten und Kopfschmerzen Verwendung findet. Obwohl die Pfefferminze kaum bitter schmeckt, ist sie doch ein aromatisches Bittermittel und zeichnet sich deshalb neben der kräftig galletreibenden Wirkung durch eine für Bittermittel typische Anregung der Magen- Darmtätigkeit aus. Aus diesem Grund ist die Pfefferminze die Ideallösung für Kinder und schwierige Patienten, die nicht gern bittere Arznei nehmen. Pfefferminze schmeckt nämlich ausgesprochen fein, erfrischend und angenehm. Sie ist darüber hinaus ein überzeugendes Magenmittel, wenn Übelkeit, Brechreiz und akutes Erbrechen im Vordergrund stehen.

Mit einer einzigen Tasse Pfefferminztee schluckweise möglichst warm getrunken, kann man diese akuten Beschwerden schnell beseitigen. Auch andere Magen- Darmbeschwerden wie Blähungen, Krämpfe und Durchfälle verschwinden unter der Behandlung mit Pfefferminztee schnell und nachhaltig. Tritt keine Besserung ein, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Nicht zuletzt aber fördert Pfefferminztee den Gallefluss, verbessert die Gallebildung in der Leber und beeinflusst auch die Funktion der Bauchspeicheldrüse positiv. Bei Magengeschwüren sind die Grenzen der Wirksamkeit erreicht, hier sollte Pfefferminztee nicht angewandt werden. Auch sollte man Pfefferminztee, wenn er pur getrunken wird, nicht überdosieren, während gegen das regelmäßige Trinken einer Haustee- Mischung mit Pfefferminz- Bestandteil nichts einzuwenden ist.

Teemischung bei Gallensteinen:

Ein Tee, der Verkrampfungen löst und damit Gallensteinen vorbeugen kann, ist folgende Mischung:

Pfefferminzblätter        30 g
Tausendgüldenkraut   20 g
Melissenblätter            20 g
Erdrauchkraut              20 g
Wermutkraut                20 g

Wohlschmeckender Magentee

Schafgarbentee          20 g
Pfefferminztee             20 g
Johanniskraut              20 g
Melissenblätter            20 g

Da bei Magenproblemen sowieso jeder Appetit und jegliche Freude am Essen fehlt, ist es nicht verkehrt, einen halben bis einen Fasten- Tag einzulegen und über den Tag diesen  Tee zu trinken, der so gut schmeckt, dass ihn auch der Rest der Familie z.B. zum Abendessen gut trinken kann. Bei dem Magenpatienten zeigt der Tee andererseits gute Wirkung und nach dieser kurzen Schonzeit sind Magen und Darm schnell wieder versöhnt.

Natürlich sollten Sie bei Magenproblemen Genussmittel wie Kaffee, Nikotin, Alkohol und eiskalte Getränke und natürlich auch Zucker und Süßigkeiten meiden!

 

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