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Aus unserem Kräutergarten

Die Arzneipflanze- Linum
usitatissimum |
| Lein ist eine 30 bis 80 cm hohe kahle
Pflanze, die nur als Kulturpflanze bekannt ist und in Mitteleuropa
angebaut wird. Am Ende des aufrechten unverzweigten Stängels mit seinen
schmalen spitzen Blättern stehen an Seiten-Ästen einzelne hellblaue
Blüten mit je fünf Kelchblättern. Aus ihnen reift die Frucht mit einer
rundlichen Kapsel mit 5 Fächern. Die Samen sind eiförmig, flach,
glänzend, braun und bis 5mm lang und als Leinsamen wohlbekannt.
Die
Geschichte einer alten Heilpflanze
Der Lein, auch Flachs genannt, war den
Menschen schon seit der mittleren Steinzeit als hilfreich bekannt. Damals
nutzten sie den Lein zur Fasergewinnung und als Öllieferant, was man aus
den Funden der Schweizer Pfahlbauten schließen kann und bis in 14.
Jahrhundert v.Chr. kann man den Leinanbau in Ägypten zurückverfolgen. In
den Schriften des Hippokrates um 500 v.Chr. wird der Leinsamen erstmals
als Heilmittel gegen Katarrhe, Leibweh und Durchfälle genannt und
Paracelsus erwähnt den Leinsamenschleim als reizlinderndes Hustenmittel.
Die Verwendung des Leinsamens in der Volksmedizin geht auf Hieronymus Bock
zurück, der über die Verwendung des Leinsamens recht ausführlich in
seinem Kräuterbuch von 1577 berichtete.
Heute benutzt man den Leinsamen zur Selbstmedikation als Regulativ bei
Darmträgheit und Verstopfung. |
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Die
"Teedroge"- Semen Lini
Ein Abführmittel ohne
Nebenwirkungen!
Anwendungsgebiete
des Leinsamens: Als Quellstoff-Abführmittel zur Behandlung von
Verstopfung und funktionellen Darmerkrankungen und in Form von
Schleimzubereitungen zur Unterstützung bei der Behandlung von
entzündlichen Magen- und Darmerkrankungen. Nicht anwenden bei
Darmverschluss.
Inhaltsstoffe: Die
arzneilich verwendeten Leinsamen enthalten Schleim, Pektin, fettes Öl mit
viel ungesättigten Fettsäuren, Linamarin und ein Blausäureglykosid, das
aber durch das Ferment Linase inaktiviert wird.
Der Schleimgehalt von 3 bis 6% aus der Samenschale regt unterstützt vom
Zellulosegehalt vor allem die Dickdarmbewegung an und führt auf diese
Weise zur milden Stuhlentleerung, Fett und Schleim wirken als Gleitmittel.
Der Schleimgehalt ist auch für die positive Wirkung auf Magen und Darm
verantwortlich.
Anwendung: Besonders
bei chronischer Verstopfung ist geschroteter Leinsamen eine gute
Empfehlung. Sie sollten 3 mal täglich einen gehäuften Esslöffel
frisch geschroteten Leinsamen (ohne vorzuquellen) mit viel Wasser
(mindestens ½ Liter) einnehmen.
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Anwendungs-Tipp
Unterstützen Sie diese
Therapie, indem Sie überwiegend ballaststoffreiche Kost essen. Außerdem
sollten sie viel trinken, Ihrem Körper viel Flüssigkeit zuführen. Auch bewegjung
hilft wesentlich mit, den Stuhlgang zu regulieren.
Frischkornbrei
gegen Stuhlträgheit
Ein höchst einfaches
und wirksames Mittel, eine chronische Verstopfung innerhalb von 3 Tagen zu
heilen, ist der Vollkorn-Schrotbrei nach Dr.Bircher:
2 Esslöffel frisch
geschrotetes Getreide (nach Geschmack)
2 Esslöffel ganzen Leinsamen
2 Esslöffel zerkleinerte Nüsse außer Erdnüsse
2 Esslöffel frisch geschnittenes Trockenobst
Diese Mischung wird mit
so viel Wasser übergossen, dass sie eben bedeckt ist, man lässt sie
über Nacht quellen. wer möchte, kann am Morgen etwas Sauermilch, Kefir
oder Joghurt hinzufügen. Dann wird der Brei als Frühstück gegessen.
Lassen Sie aber das Frischobst weg, da es zu Unverträglichkeiten führen
kann. Während dieser Therapie keine Obstsäfte trinken, da sonst
Blähungen auftreten können.
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