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| Aus
unserem Kräutergarten

Die
Arzneipflanze - Rhamnus frangula
Der baumartige Strauch
wird bis zu 6 Meter hoch, die Zweige sind in Gegensatz zum Kreuzdorn
Dornen los. Vorkommen: In den Auwäldern Europas, Blütezeit Mai bis Juni.
Verwendet wird die Rinde nach einjähriger Lagerung.
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| Die
Teedroge - Cortex Frangula
Man gewinnt die
Faulbaumrinde im zeitigen Frühjahr durch Abschälen der oberirdischen
Achsen und trocknet an der Sonne oder im Schatten. Da die frische Droge
durch die enthaltenden Frangularoside Brechreiz erregend wirkt, darf man
sie erst nach einem Jahr Lagerung verwenden, wenn diese durch Fermente
abgebaut sind.
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| Inhaltsstoffe
und Wirkung:
Die Hauptwirkstoffe der
abgelagerten Droge sind die Anthrachinonderivate Glukofrangulin und
Frangulin. Durch diese Inhaltsstoffe ist Faulbaumrinde ein mildes aber
wirksames Abführmittel, das im Dickdarm seine Wirkung entfaltet, und zwar
milder als Aloe oder Senna, aber stärker als Rhabarber. Man verwendet den
Tee alleine und in Mischungen mit Karminativa (gegen Blähungen). Beliebt
ist Faulbaumrinde als Bestandteil von Frühjahrs- oder Herbstkuren, wo
eine mild abführende Wirkung erwünscht ist.
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| Zubereitung:
Ein Teelöffel
geschnittene Rinde wird mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergossen und nach
12 Stunden abgeseiht, er soll lauwarm vor dem Schlafengehen getrunken
werden.
Bei hartem Stuhl
verbunden mit Blähungen oder Völlegefühl empfiehlt sich folgende
bewährte Teemischung:
20 g Faulbaumrinde
10 g Kümmelfrüchte, möglichst zerstoßen
5 g Kalmus
5 g Tausendgüldenkraut
Zubereitung und
Anwendung wie oben.
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